19. November 2009 08:22

Rote Zahlen 

Voest verzeichnet Millionenverlust

19,9 Millionen Euro Nettoverlust für Linzer Stahlkocher in erstem Halbjahr 2009.

Voest verzeichnet Millionenverlust
© APA

Der börsenotierte Stahlkonzern ist im ersten Halbjahr 2009/10 in die Verlustzone gerutscht. Das Nettoergebnis dreht gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von +518,8 auf -19,9 Mio. Euro. Analysten hatte allerdings mit einem deutlich negativeren Ergebnis von 117,7 Mio. Euro gerechnet. Operativ war das Unternehmen noch positiv - das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte allerdings um 94,1 Prozent auf 46,4 Mio. Euro.

Massive Umsatzeinbußen
Die Umsätze gingen um mehr als ein Drittel (36,2 Prozent) auf 4,14 Mrd. Euro zurück, wie aus der Ad-hoc-Mitteilung von heute, Donnerstag, im Vorfeld der Pressekonferenz von 10.00 Uhr hervorgeht. Die Rohstahlproduktion sank um 32,8 Prozent auf 2,73 Mio. Tonnen (Vorjahresperiode: 4,06 Mio. Tonnen).

Tiefpunkt sollte überwunden sein
Konjunkturell sollte zwar der Tiefpunkt des Einbruches überwunden sein, dennoch sei der weitere Konjunkturverlauf nach wie vor nur schwer abschätzbar. Aufgrund aller vorliegenden Indikationen sei eine Erholung auf breiter Front auszuschließen. Seit Ende des Sommers mehren sich den Angaben zufolge die Anzeichen, dass die globale Konjunktur zumindest die Talsohle durchschritten haben sollte. Es wäre jedoch verfrüht, dies bereits als Indikation eines nachhaltigen Aufschwungs zu deuten.

Positiveres Jahresergebnis erwartet
Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 erwartet die voestalpine aus heutiger Sicht aber "ein deutlich positives operatives Ergebnis" zu erwarten. Gleichzeitig sollte auch "ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern" (Jahresüberschuss) erreichbar sein, hieß es in der Mitteilung weiter.

Im zweiten Quartal waren Erholungstendenzen erkennbar - das operative Ergebnis war mit mehr als 70 Mio. positiv und auch in sämtlichen anderen Ergebniskategorien sei der Turnaround geschafft worden - der Gewinn nach Steuern erreichte annähernd 30 Mio. Euro.

Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres geht der Stahlkonzern von einer ähnlichen Ergebnisentwicklung wie im zweiten Quartal aus. Im einzelnen sollten sich die Divisionen Stahl und Automotive weitgehend stabil entwickeln, für die Divisionen Edelstahl und Profilform zeichne sich eine erste - leichte - Verbesserung ab. In der Division Bahnsysteme müsse saisonal und wettbewerbsbedingt mit einem gewissen Mengen- und Ergebnisdruck gerechnet werden.




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