18. November 2009 13:15

Von Aktionären 

Volksbank holt sich 400 Mio. Euro

Die ÖVAG will nicht noch einmal Staatshilfe in Anspruch nehmen.

Volksbank holt sich 400 Mio. Euro
© APA

Die Volksbank AG (ÖVAG) wird dem Staat für das im April eingeschossene Partizipationskapital (1 Mrd. Euro) für 2009 und wohl auch 2010 keine Dividende zahlen. Für frisches Kapital will sich die Bank, die wegen teurer Abschreibungen heuer hohe Verluste ausweist, nicht noch einmal beim Bund anstellen, wurde am Mittwoch betont. Im kommenden Jahr will sich ÖVAG-Chef Gerald Wenzel von den eigenen Aktionären 400 Mio. Euro Kapital holen.

Damit sollen aus Eigentümergeld dann gleich 400 Millionen der 1 Mrd. Euro Staatsgeld abgelöst werden, kündigte Wenzel im Klub der Wirtschaftspublizisten an. Das stehe auf der Agenda für 2010. Heuer sei keine Kapitalerhöhung mehr nötig.

Die nächstjährige "Kapitalmaßnahme" sollen aus heutiger Sicht die bisherigen Aktionäre aliquot mittragen. Damit würde sich der Eigentümerkreis laut Wenzel nicht verändern. Hauptaktionäre sind die regionalen Volksbanken (58 Prozent), es folgen die deutsche DZ Bank (25 Prozent), Ergo Versicherung (10 Prozent) und RZB (6 Prozent).

Wenzel wies jegliche Zweifel an der Überlebensfähigkeit der Bank zurück. Er sieht die ÖVAG auch in fünf Jahren als Spitzeninstitut des Volksbankensektors in Österreich. Mit der Hypo Alpe Adria in einem Atemzug als Problembank gezählt zu werden, ist für den Volksbankchef ungerechtfertigt: "Wir haben Eigentümer, die mit uns gemeinsam in die Zukunft gehen wollen." Bei der Hypo Alpe Adria sei das vielleicht nicht so.




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