02. November 2007 18:47

Kursverluste 

Wall Street stellt auch Wiener Börse ein Bein

Vor allem Gewinnmitnahmen und etliche negative Nachrichten aus den USA setzten die Aktien in Österreich stark unter Druck.

Wall Street stellt auch Wiener Börse ein Bein
© APA

Auch die Wiener Börse bescherte den heimischen Anlegern in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle. Bis zur Wochenmitte lief es hervorragend. Doch gestern erwischte es auch die österreichischen Aktien ordentlich. Die Gewinne der Vortage schmolzen dahin. Schlimmer: Sogar die Wochenbilanz der Börse wechselte auf rot.

Die Gründe für die Verluste liegen auf der Hand: „Der ATX konnte sich vom internationalen Abwärtstrend nicht abkoppeln“, erklärt Stefan Maxian, Analyst der Raiffeisen Centrobank (RCB). Der Allerheiligen-Feiertag am Donnerstag bot nur eine kurze Galgenfrist. Gestern folgte Wien den asiatischen und der US-Börse tief ins Minus.

Stark unter Druck standen die Bankenwerte, nachdem am Vortag Analysten die amerikanische Citigroup kritisch bewerteten. Aber auch Industrietitel wie voestalpine, Andritz und Wienerberger standen bei vielen Investoren auf der Verkaufsliste.

Auch lachende Gesichter. Trotzdem gab es am Ende der verkürzten Börsewoche auch lachende Gesichter: Anleger, die auf den Börsenneuling Strabag, die RHI, Verbund, Telekom oder Mayr-Melnhof gesetzt hatten, konnten Gewinne verbuchen.

In generelle Panik fallen auch die Experten nicht. Für Stefan Maxian sind die gestrigen Korrekturen kein großes Alarmzeichen: „Die Wiener Börse hat den durch die US-Kreditkrise ausgelösten Kurseinbruch im Juli schneller aufholt als vorhergesagt. Stärkere Gewinnmitnahmen zwischendurch sind noch kein Grund zur Sorge.“ Mittelfristig empfehlen die meisten Analysten defensive Werte wie die Telekom oder die Post.




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