12. Jänner 2007 15:04

Ski-Gebiete 

Warmer Winter lässt Touristiker zittern

Wegen dem bisher zu warmen Winter fürchten die Touristiker ums Geschäft. Trotzdem wurde im November ein Nächtigungsplus erreicht.

Warmer Winter lässt Touristiker zittern
© (c) DPA

Trotz dem derzeitigen Zittern um Schnee bricht der Wintertourismus jährlich neue Rekorde. Allein im November 2006 gab es ein Nächtigungsplus von 4,5 Prozent. Skifahren gehört auch zu den Hauptmotiven der Österreicher, Urlaub in der Heimat zu verbringen. Zu Beginn der Wintersaison im November haben die Inländernächtigungen um 9,7 Prozent zugelegt, die Ausländernächtigungen stagnierten hingegen mit 0,1 Prozent, so die aktuellen Zahlen der Statistik Austria.

Verlierer und Gewinner
Von Vorarlberg bis Niederösterreich klagen Hoteliers und Liftbetreiber über zu wenig Schnee und zu hohe Temperaturen. Die Verlierer sind vor allem Skigebiete in niedrigen Lagen und kleine Liftbetreiber. Scheinbar unbeeindruckt von den ungewöhnlichen Witterungsbedingungen zeigen sich allerdings die klassischen Ski-Gebiete in den höheren Lagen. Auch wegen des massiven Einsatzes von Schneekanonen.

Vorarlberg
In den renommierten Skigebieten am Arlberg und im Montafon sind trotz des Warmwetters praktisch alle Anlagen in Betrieb. Auch dank Kunstschneekanonen beträgt in Lech die Schneelage zwischen 45 und 100 Zentimeter.

Tirol
In den führenden Tiroler Wintersportregionen haben derzeit fast alle Skigebiete einen Großteil ihrer Pisten geöffnet. Teilweise kann es bei Talabfahrten oder bei stark südlich exponierten Hängen zu Einschränkungen für die Wintersportler kommen.

Salzburg
Salzburg meldet durch die Bank gute Verhältnisse zum Skifahren. Zuem werden neue Schneefälle erwartet, so dass man sich in Zell am See um die Zukunft derzeit noch keine Sorgen macht. In Saalbach-Hinterglemm musste einzig die "Jausern-Abfahrt" gesperrt werden, alle anderen Pisten und auch die beiden gespurten Loipen sind benützbar. Auch in der Skiwelt Amade (Flachau, Wagrain, St. Johann-Alpendorf, Radstadt, Altenmarkt-Zauchensee, Kleinarl, Eben und Filzmoos) ist man sehr zufrieden, alle Lifte sind geöffnet. Am Berg beträgt die Schneehöhe zwischen 40 und 180 Zentimeter.

Steiermark
Trotz frühlingshafter Temperaturen sind in der Steiermark noch zahlreiche Lifte in Betrieb. Im Gebiet um Schladming können sich Skifahrer über bis zu 80 Zentimeter Schnee freuen. Auf der Reiteralm sind es 70 Zentimeter, auf der Planai und am Stoderzinken je 60 Zentimeter. Weiters in Vollbetrieb sind die Skilifte am Kreischberg (50 Zentimeter), auf der Planneralm (70), der Riesneralm (40), Turnau-Schwabenbergarena (30) und Wenigzell (30).

Großteils in Betrieb sind die Lifte auf der Tauplitz, Hochwurzen, Galsterbergalm, Stuhleck und Lachtal. Zumindest noch teilweise können die Liftanlagen am Alpl, auf der Mariazeller Bürgeralpe, der Teichalm und der Hebalm genützt werden.

Kärnten
Dank der Schneekanonen sind in Kärnten die Liftanlagen in den Skigebieten in Betrieb, obwohl die Schneedecke dünn ist. An den Kunstschneepisten vieler Talabfahrten knabbern jedoch bereits die hohen Temperaturen. So ist etwa die Talabfahrt des Nassfelds, die bis auf 600 Meter herabführt, nicht befahrbar. Für nächste Woche sind tiefere Temperaturen angesagt.

Oberösterreich
In Oberösterreich kann man nur in den höher gelegenen Skigebieten dem Wintersport-Vergnügen frönen. Die weiße Pracht kommt häufig aus Schneekanonen. Am Grünberg bei Gmunden, am Sternstein, auf der Forsteralm oder auf der Katrin stehen die Lifte still. Auch am Hausberg der Linzer in Kirchschlag und in Sandl im Mühlviertel sind die Pisten aper.




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