19. Juni 2008 10:53

AK-Test 

Was Geldwechseln für den Urlaub kostet

Beim Umtausch in die Landeswährung fallen ganz unterschiedlich hohe Spesen an. Hier ein paar Tipps, wie man am günstigsten davonkommt.

Was Geldwechseln für den Urlaub kostet
© DPA

Für viele steht bald der Urlaub ins Haus. Und für viele Länder fällt seit der Einführung des Euro das leidige Geldwechseln weg. Wer aber etwa nach Kroatien oder in die Türkei reist, muss nach wie vor auf die Landeswährung umsteigen. Bis zu fünf Prozent Spesen vom gewechselten Betrag, aber Mindestspesen bis zu 7,50 Euro kostet der Geldumtausch.

Sehr teuer ist es am Flughafen und Bahnhof. Wer mit Kreditkarte im Euro-Raum zahlt, hat keine Spesen, beim Abheben schon. In Nicht-Euro-Ländern kommen immer Gebühren drauf. Das hat ein Test der Arbeiterkammer ergeben - bei acht Banken in Wien und drei Banken am Flughafen Schwechat.

Was Banken fürs Umtauschen verrechnen

Bank

Provision in Prozent vom gewechselten Betrag

Mindestspesen

Bank Austria 1)

3,00 Prozent

4,70 Euro

Bankhaus Schelhammer & Schattera 2)

keine Spesen

keine Spesen

Bawag Psk 3)

1,50 Prozent

2,50 Euro

Erste Bank 4)

3,00 Prozent

3,50 Euro

Hypo Niederösterreich

1,50 Prozent

4,00 Euro

Österr. Verkehrskreditbank 5)

1 bis 4,50 Prozent

1 bis 2,00 Euro

Raiffeisen Landesbank NÖ Wien

1,50 Prozent

3,63 Euro

Volksbank Wien

1,50 Prozent

3,63 Euro

Erste Bank 4) am Flughafen

4,00 Prozent

5,00 Euro

Raiffeisenbank am Flughafen

5,00 Prozent

7,50 Euro

Inter Change Western Union Flughafen

4,50 Prozent

5,00 Euro

1) für Kunden 1,5 Prozent, mindestens 4,70 Euro;
2) Verkauf USD-Noten zum Mittelkurs;
3) kein Valutengeschäft in den Postfilialen, ausgenommen ehemalige Hauptanstalt PSK am Georg Coch Platz in Wien;
4) bei Buchung übers Konto 1,5 Prozent, mindestens 3,50 Euro;
5) unterschiedliche Spesen für Vorteilscard- und VorteilsCard/MasterCard-Kunden und Kunden der Österr. Verkehrskreditbank und je nach Filiale/Zweigstelle an Bahnhöfen

Plastikmoney mit Vor- und Nachteilen
Wer auf Plastikkarten setzt, hat mit der Bankomatkarte im Euro-Raum keine Spesen beim Zahlen und Geldabheben. In Nicht-Euro-Ländern gibt’s beim Geldabheben Spesen von 0,75 Prozent plus 1,82 Euro, beim Zahlen 0,75 Prozent plus 1,19 Euro.

Wer die Kreditkarte zückt, hat keine Spesen nur beim Zahlen im Inland und Euro-Raum. Wer im Nicht-Euro-Raum zahlt, hat Manipulationsgebühren von ein bis zwei Pro-zent je nach Karte. Die Spesen fürs Geldabheben im Inland und Euro-Raum machen drei Prozent aus, mindestens 2,50 bis vier Euro. In Nicht-Euro-Ländern wird’s noch teurer: zu den Spesen kommt noch eine Gebühr von bis zu zwei Prozent dazu.

Fünf Tipps für Ihr "Urlaubsgeld"

  1. Fragen Sie beim Geldwechsel nach den verrechneten Provisionen, nach Mindestspesen und Sonderkonditionen für Kunden.
  2. Achtung: Geldwechseln ist am Flughafen sehr teuer.
  3. Am Wiener West- und Südbahnhof können Sie bei der Österr. Verkehrskreditbank wechseln. Die Konditionen sind aber schlechter als außerhalb des Bahnhofes.
  4. In Österreich oder im Urlaubsland wechseln? Die Kurs- und Spesengestaltung in den Urlaubsländern ist sehr unterschiedlich. Die Kurse sind zwar oft günstiger als in Österreich, die Spesen können aber den Kursvorteil wieder auffressen.
  5. Vermeiden Sie Geldabheben mit der Kreditkarte - das ist sehr teuer. In der Regel gilt für den Nicht-Euro-Raum: Bargeld abheben mit der Maestro Karte, zahlen mit der Kreditkarte.

Den Euro haben Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, seit heuer auch Malta und Zypern.




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