08. November 2009 21:30

Vorstoß 

Wirbel um Gebühren für Bankomaten

Die RLB-Tirol verlangt Bankomat-Gebühren. Ziehen nun die anderen Banken nach?

Wirbel um Gebühren für Bankomaten
© APA/Fohringer

Kunden der Raiffeisenbank Landesbank Tirol (RLB Tirol) müssen ab sofort pro Abhebung 60 Cent zahlen, wenn sie in Österreich einen Bankomaten einer anderen Bank benützen. Diese Gebühr wird damit begründet, dass die Bank, die den Bankomat zur Verfügung stellt, eine Gebühr an die kontoführende Bank verrechnet. Bislang hat die RLB Tirol das für ihre Kunden aus eigener Tasche gezahlt, jetzt wird die Gebühr auf die Kunden übergewälzt. In anderen europäischen Ländern wird das seit Jahren so gehandhabt.

Entwarnung
Jetzt befürchten Konsumentenschützer, dass die gesamte Branche dem Beispiel der RLB Tirol folgt. Führende Bank-Manager geben aber im Gespräch mit ÖSTERREICH Entwarnung. Von einer drohenden Bankomat-Gebühr könne derzeit keine Rede sein.

Peter Bosek, Vorstand der Erste Bank Österreich, sagt etwa: „Bei uns kommt eine Gebühr nicht in Frage. Wir sehen die SB-Geräte weiterhin als kostenloses Service.“ Auch im Raiffeisen-Sektor will man den Vorstoß in Tirol nicht als Pilotprojekt für bundesweite Bankomat-Gebühren sehen. Und aus dem Vorstand der Bank Austria ist zu hören, dass es keine Absicht gebe, an der aktuellen Situation etwas zu verändern.




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