02. Oktober 2007 14:10

Neubau fix 

Wirtschaftsuni übersiedelt in Wiener Prater

Die Kosten für die neue Wirtschaftsuni im Prater werden sich im dreistelligen Millionenbereich sein.

Wirtschaftsuni übersiedelt in Wiener Prater
© APA

Die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien hat sich entschieden, den geplanten Neubau am Messegelände Wien im Prater zu realisieren. Auf einem 88.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Südportalstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Messezentrum soll bis 2012 der campusartige Neubau mit rund 110.000 Quadratmetern Nettonutzfläche errichtet werden. Durch die für 2008 geplante Verlängerung der U2 mit zwei U-Bahnstationen sei der Neubau optimal erschlossen.

Vor zwei Jahren hat die derzeit auf vier Standorte verteilte WU gemeinsam mit Wissenschaftsministerium und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) die prinzipielle Entscheidung für einen Neubau getroffen. Das 1982 eröffnete Hauptgebäude der WU in Wien-Alsergrund ist seit Jahren ein Sanierungsfall.

22.000 Studenten
Ursprünglich war es für 9.000 Studenten ausgelegt, mittlerweile studieren 22.000 Hörer an der damit laut WU-Rektor Christoph Badelt größten Wirtschaftsuni Europas. Von ursprünglich elf möglichen Standorten standen zuletzt drei in der engeren Wahl, neben dem Messegelände noch die Muthgasse in Wien-Döbling und der Nordbahnhof in Wien-Leopoldstadt.

Dreistelliger Millionenbetrag
Einen völlig neuen Weg geht man bei der Realisierung des Neubaus: die WU wird gemeinsam mit der BIG für Errichtung und Betrieb des Gebäudes eine gemeinsame Projektgesellschaft gründen. Vorfinanziert wird der Neubau von der BIG und BIG-Chef Christoph Stadlhuber spricht von Errichtungskosten in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags.

Vorerst 60 Mio. Euro reserviert
Laut Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) sind in der Generalsanierungsoffensive für die Uni-Bauten 60 Mio. Euro für den WU-Neubau reserviert. Eigentümerin des Grundstücks ist die Stadt Wien, wie hoch die Kosten dafür sein werden, ist noch nicht klar, hergeschenkt werde es aber sicher nicht, sagte Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner (S).

Ein europaweiter Architekturwettbewerb soll noch im Herbst ausgelobt werden. Über die Nachnutzung des derzeitigen WU-Gebäudes macht sich Stadlhuber ob seiner "städtebaulich spannenden Lage keine Sorgen", es werde aber sicher keine öffentliche, sondern eine Drittnutzung geben.




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