12. Oktober 2007 13:03

Teures Leben 

Wofür die Österreicher Geld ausgeben

32.868 Euro gab ein österreichischer Haushalt im Jahr 2006 aus. Zum Durchklicken: Wofür die Österreicher Geld ausgeben!

Wofür die Österreicher Geld ausgeben
© Buenos dias
Wofür die Österreicher Geld ausgeben
© Photos.com

Die Österreicher geben mehr für Lotto als für Bildung aus. Ein österreichischer Haushalt hat zuletzt im Vorjahr um 330 Euro im Monat mehr für den privaten Konsum ausgegeben als noch im Jahr 2000. Damit sind die Verbrauchsausgaben binnen sechs Jahren um 14 Prozent gestiegen; real, also inflationsbereinigt, bleibt unter dem Strich ein Plus von 4 Prozent.

2.740 Euro im Monat
In Summe hat ein Haushalt im Vorjahr 32.868 Euro oder 2.740 Euro im Monat - ohne Kredite, Spareinlagen oder Pensionsversicherungen - für den privaten Konsum aufgewendet. 2000 waren es 28.889 Euro oder 2.410 Euro pro Monat. Das geht aus einer Studie von RegioPlan hervor.

Der Fixkosten-Wahnsinn
Die regelmäßigen Ausgaben des täglichen Lebens wie Essen, Trinken, Wohnen, Heizung und Licht verschlingen rund 41 Prozent des Hauhaltsbudgets. Öffentlicher und privater Verkehr sowie Internet und Telefon schlagen sich zusätzlich mit 17 Prozent zu Buche - zusammen machen die Fixkosten also rund 58 Prozent der verfügbaren Geldmittel aus.

Wofür Österreicher mehr Geld ausgeben:

Wohnen: 19% teurer
Überdurchschnittlich gestiegen sind die Belastungen beim Wohnen: Die Ausgaben für Miete, Betriebskosten und Instandhaltung des Wohnraums haben sich von 2000 bis 2006 um knapp 19 Prozent verteuert, die Kosten für Strom, Gas und Fernwärme um 16 Prozent.

Lebensmittel: Ansteig um 11%
Für Lebensmittel und Getränke wird zwar anteilsmäßig das meiste Geld ausgegeben, doch seit 2000 haben die Ausgaben in diesem Bereich mit einem Plus von 11 Prozent nicht so stark angezogen wie für Wohnung und Energie.

Bildung: 18% mehr
Deutlich mehr geben die Österreicher auch für Bildung und Erholung (+18 Prozent) aus.

Gesundheit: Anstieg um 24%
Spitzenreiter bei der Zunahme der Konsumausgaben ist aber der Gesundheitsbereich. Zum einem geben die Österreicher mehr für Wellness- und Bioprodukte aus, zum anderen sind auch die Kosten gestiegen: Der Bereich Gesundheitspflege, also die Ausgaben für Arzt-und Spitalskosten, Medikamente sowie private Krankenversicherungen verzeichnet mit 24 Prozent die höchsten Zuwachsraten im Vergleich der Jahre 2006 zu 2000. Für Körperpflege sind die Ausgaben um 14 Prozent gestiegen.

Bekleidung: Nur 2% angestiegen
Wie der Vergleich zeigt, "investieren" die Österreicher lieber mehr Geld in die körperliche und geistige Gesundheit als in Kleidung und Accessoires: die Ausgaben für Bekleidung sind nur um 2 Prozent gestiegen. Rauchen scheint indessen gänzlich "out" zu sein, hier sind die Ausgaben seit 2000 um knapp 7 Prozent gesunken.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |