24. September 2009 16:09

Mega-Minus beim ORF 

Wrabetz verzichtet auf seinen Bonus

Der ORF-Chef will sich um einen Boni-Verzicht aller Direktoren bemühen.

Wrabetz verzichtet auf seinen Bonus
© TZ ÖSTERREICh / JUVAN

Unspektakulär verliefen die ersten Stunden der ORF -Stiftungsratssitzung am Donnerstagnachmittag. "Erweiterte Routine" nannte es Franz Medwenitsch, Leiter des ÖVP-"Freundeskreises". In Sachen Finanzen gab es die "leider schon gewohnt schlechten Nachrichten", so Medwenitsch. Die Ausgaben seien "bestenfalls im Plan, die Einnahmen deutlich darunter. Das Konzern-EGT 2009 wird über minus 50 Millionen Euro liegen." Applaus erntete ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz für seine Ankündigung, auf die Bonifikation für 2008, die nun fällig wäre, zu verzichten. Auch die Quoten bleiben dürftig.

Wrabetz will sich darum bemühen, dass ihm auch sein Direktorium bei diesem Weg folgt und auf die Boni verzichtet.

Sparverhandlungen in Zielgeraden
Die Sparverhandlungen zwischen Geschäftsführung und Zentralbetriebsrat befinden sich derzeit in der Zielgeraden. Über mehrere Monate hinweg wurden von verschiedenen Verhandlungsteams Pakete ausverhandelt, am 12. Oktober will der ZBR darüber - voraussichtlich final - beraten.

Auskünfte wollten die Stiftungsräte Medwenitsch und Peter Radel über das Immobilien- und Ausgliederungskonzept der Geschäftsführung bekommen. Zu den Ausgliederungen hieß es, es seien momentan keine konkreten Projekte im Laufen, für die Immobilien will Wrabetz im November ein Konzept vorlegen. Verkaufsanträge werde es heuer aber nicht geben, hieß es.

Warten auf ORF-Gesetz
Thema war am Rande der Sitzung auch das lange Warten auf das ORF-Gesetz, das erst im nächsten Jahr beschlossen werden könnte, und die Auswirkungen auf die ORF-Gremien. Die Funktionsperiode des Publikumsrats endet Anfang Februar, die des Stiftungsrats Mitte Februar 2010. Beide sollen so lange in Funktion bleiben, bis neue bestellt werden - auch wenn das nach Ablauf der Stichdaten der Fall sein sollte.

Eine Ausnahme ist die Faxwahl von sechs Publikumsräten, die demnächst ausgeschrieben werden muss, von der Regierung aber ohnedies aus dem Gesetz gekippt werden soll.




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