11. November 2008 15:28
Über den Zeitraum von 20 Wochen wurden Mäuse mit einer gentechnisch
veränderten Maissorte gefüttert. Die Tiere wurden über mehrere Würfe
beobachtet und mit Artgenossen einer Kontrollgruppe, die mit herkömmlichen
Mais gefüttert worden waren, verglichen. Das Ergebnis ist erschreckend:
Bereits beim dritten Wurf konnte festgestellt werden, dass die Mäuse
wesentlich weniger und vor allem schwächere Jungen zur Welt brachten.
Dies beweist die bis jetzt von der Biotech-Industrie geleugnete Veränderung
von Organen nach dem Verzehr von gentechnisch verändertem Mais.
Der Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000 bringt es auf den Punkt: „Hier
werden Horror-Szenarien wach“.
Wusste die Lebensmittelbehörde Bescheid?
Der Mais, der gegen
Unkrautvernichtungsmittel beständig ist und selbst Gift gegen Schädlinge
produzieren kann wurde erst 2005 von der zuständigen
EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA als unbedenklich eingestuft und am
Markt zugelassen. Damals hieß es, dass es „unwahrscheinlich sei, dass der
Mais die Gesundheit von Menschen und Tiere negativ beeinflusst“.
Greenpeace verwies auch auf eine Studie aus dem Jahr 2004, die bereits
Fruchtbarkeitsprobleme gezeigt habe. Die Verantwortlichen bei der EFSA
müssten umgehend zurücktreten und bereits zugelassene Gentech-Pflanzen
zurückgerufen werden.
Auch EU ist alamiert
Die EU-Kommission hat Österreich ersucht,
ihr Studie zur Verfügung zu stellen. Die Kommission will die Studie
anschließend der EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit zur Begutachtung
weiterleiten.
Gentechnikfreies Österreich gefordert
Als Konsequenz der
Langzeitstudie verlangen nun sowohl die Grünen, als auch die SPÖ, Greenpeace
und Global 2000 die gentechnikfreie Fütterung als Grundstandard in der
österreichischen Lebensmittelwirtschaft. Auch der Ruf nach einem sofortigen
Verbot dieser Maissorte in ganz Österreich wird laut.
Sie alle sehen die massiven Bedenken gegenüber Gentechnik durch die Studie
nachdrücklich bestätigt.