Bohlen-Sprüche
RTL muss 100.000 Euro blechen
RTL muss wegen "beleidigender Äußerungen" bei "Deutschland sucht den Superstar" 100.000 Euro Strafe zahlen.
Wegen herber Sprüche in seiner Show "Deutschland sucht den Superstar" mit Dieter Bohlen als Juror muss der Kölner Privatsender RTL 100.000 Euro Bußgeld entrichten. Das beschloss die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten nach Anhörung des Senders auf ihrer Sitzung am Mittwoch in München. "Beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten werden in dem TV-Format als Normalität dargestellt", sagte KJM-Vorsitzender Wolf-Dieter Ring. "So werden Verhaltensmodelle vorgeführt, die Erziehungszielen wie Toleranz und Respekt widersprechen. Das kann vor allem auf Kinder unter zwölf Jahren desorientierend wirken."
Bewerber mies behandelt
Kritisiert wurde dabei besonders die
Behandlung der Bewerber durch die Jury-Mitglieder. Betroffen seien die
Casting-Ausgaben vom 26. und 27. Jänner sowie vom 2. und 3. Februar im
Tagesprogramm. In ihrer Februar-Sitzung hatte die KJM zusätzlich auch die
Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens beschlossen wegen zwei
weiterer Folgen im Tagesprogramm und einer Folge im Abendprogramm des
Senders. Dieses werde aber nun eingestellt, da RTL in "seiner umfassenden
Stellungnahme dazu Einsicht gezeigt und sich verpflichtet hat, die
Casting-Sendungen der nächsten Staffel der Freiwilligen Selbstkontrolle
Fernsehen (FSF) vorzulegen."



