02. 09. 2008, 15:33

104 Tage U-Haft

Tierschützer wurden heute freigelassen

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© APA

Die Oberstaatsanwaltschaft ordnete die Enthaftung der Tierschützer an, die im Verdacht stehen, eine kriminelle Organisation gebildet zu haben.

Die Oberstaatsanwaltschaft(OStA) Wien hat im Zuge der Überprüfung einer Haftbeschwerde und nach Fallerörterung mit Vertretern der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt diese angewiesen, die Enthaftung der Tierschützer des "Vereins gegen Tierfabriken" zu beantragen, die seit Ende Mai unter dem Verdacht in U-Haft sitzen, eine kriminelle Organisation gebildet zu haben.

"Würde das morgen wieder machen"
Gleichermaßen erleichtert und gezeichnet von 104 Tagen U-Haft präsentierte sich Martin Balluch, der als Hauptverdächtiger der wegen Bildung bzw. Beteiligung an einer kriminellen Organisation monatelang festgehaltenen Tierschützer gilt, am Dienstagnachmittag unmittelbar nach seiner Enthaftung vor dem Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhaus. Die gegen ihn gerichteten Vorwürfe bezeichnete er als "völlig nicht nachvollziehbar".

Balluch kündigte an, seine Tierrechts-Aktivitäten auf jeden Fall fortsetzen zu wollen: "All das, was ich gemacht habe, ist vollkommen legal! Ich habe nichts eingeschlagen, nie etwas beschädigt, zu keinen Verbrechen aufgerufen! Das, was ich gemacht habe, würde ich morgen wieder machen!"

Schwere Vorwürfe gegen Polizei
Martin Balluch, der Obmann des "Vereins gegen Tierfabriken", erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Diese hätte bewusst gegen ihn ermittelt und Aussagen, die übers Internet Verbreitung fanden, aus dem Kontext gerissen, sagte der Tierrechts-Aktivist unmittelbar nach seiner Enthaftung: "Die Polizei stellt es so hin, als hätte ich etwas Strafbares gemacht."

"Polizei wollte Verdachtslage konstruieren"
Er widme sich seit elf Jahren eingehend dem Tierschutz. Natürlich habe er "ab und zu eine radikale Meinung geäußert". Im Hinblick auf das Recht auf freie Meinungsäußerung sei das aber zulässig, meinte Balluch. Ihm nun beispielsweise den Satz "Ich freue mich über den Ruin der Tierindustrie" zum Vorwurf zu machen, sei demgegenüber "ein Wahnsinn": Die Zusammenhänge, das, was er vorher und nachher gesagt habe, fehle in den Akten vollständig. "Der Satz ist einfach aus dem Kontext gerissen worden", betonte Balluch. Die Polizei habe offenbar eine Verdachtslage konstruieren wollen.

Die Polizei mache ihm weiters zum Vorwurf, seinen Computer verschlüsselt und haufenweise Datenmaterial gesammelt zu haben. Auch darin sei nichts Unrechtes zu erblicken: "Die Akten und Daten, die vielleicht zu einem halben Prozent auch Informationen über kriminelle Fälle enthalten, muss ich als Tierschutzexperte haben!" Er bzw. sein Verein hätten niemals gegen die Gesetze verstoßen.

Auf die Frage, wie es ihm im Gefängnis ergangen sei, erwiderte Balluch: "Es war ein Wahnsinn! Ich kann das gar nicht in Worte fassen." Er sei 104 Tage lang unter falschen Anschuldigungen der Freiheit beraubt worden, sei jetzt das Sonnenlicht gar nicht mehr gewohnt. Die nunmehrige Freilassung sei für ihn "völlig überraschend" gekommen: "Ein Wärter ist auf mich zugekommen und gesagt, ich soll meine Sachen z'sammpacken und kann jetzt gehen."

U-Haft steht in keinem Verhältnis zum Srtafausmaß
Es bestehe zwar nach wie vor Tatbegehungsgefahr, doch dürfe die U-Haft nicht fortgesetzt werden, "wenn sie zu der zu erwartenden Strafe außer Verhältnis steht." Genau davon geht die OStA im gegenständlichen Fall offenbar aus. Der zweite ursprünglich geltend gemachte Haftgrund der Verdunkelungsgefahr ist durch das Gesetz mit zwei Monaten begrenzt. Diese Frist ist längst abgelaufen.

Die OStA macht darauf aufmerksam, dass mittlerweile wesentliche Beweismittel sichergestellt und nun auszuwerten sind, "so dass eine Inhaftierung der Beschuldigten als Maßnahme zur Sicherung des Verfahrens nicht - mehr - erforderlich ist".

Geheimprotokolle werden veröffentlicht
Geheime Abhörprotokolle jener Sonderkommission, welche gegen die am Dienstag freigelassenen Tierschützer ermittelte, veröffentlicht das Nachrichtenmagazin "News" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Ins Visier der Beamten geriet auch Madeleine Petrovic, Klubobfrau der niederösterreichischen Grünen und Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines.

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Drache meint am 02.09.2008 23:57

Sekowitsch kriegt ein Ehrengrab warum eigentlich haben die selber keine Geld? Ja und das Wichtigste der Tschetschene der Killer, ist noch immer da. Er kriegt fett Kohle und es geht ihm ganz gut auf unsere Kosten. So wie abertausende andere Terrortschetschenen die alle in Österreich aufgenommen wurden obwohl sie über sichere Drittstaaten eingedrungen sind in unser Land. Putin sagte das diese Leute Terroristen sind und züchten

HumanRights meint am 02.09.2008 23:55

I am happy to see that austrian political prisoners are finally free. That was incredible to know that they were arrested like that in a civilized country like Austria. I hope that this is the last time that Austria's state used this kind of criminal tactics to weaken a social movement. Greetings from Switzerland,

Lisa Favre, human rights activist.

brunnokreisky meint am 03.09.2008 07:51

Google übersetzung : Schließlich

Ich bin froh zu sehen, dass die österreichische politische Gefangene sind schließlich frei. Das war unglaublich, zu wissen, dass sie festgenommen wurden, wie das in einem zivilisierten Land wie Österreich. Ich hoffe, dass dies das letzte Mal, dass der Staat Österreich hat bei dieser Art von kriminellen Taktiken zu schwächen, eine soziale Bewegung. Gruss aus der Schweiz,

Lisa Favre, Menschenrechte-Aktivist.

fnw meint am 02.09.2008 18:10

und rein ins Parlament. Zum Kotzen!!!!!!!!!!!!!!!!

autojoe meint am 02.09.2008 17:34

Ist mir unverständlich diese 110 Tage haft für Leute die sich
für die Rechte der Tiere eingesetzt haben. Kriminelle von anderem Kaliber kommen hier besser weg. Diese Angelegenheit gehört wirklich genauestens untersucht da Ex Minister Plattner auch seine Finger mit im Spiel hatte.

brunnokreisky meint am 03.09.2008 07:56

wenn "Tierschützer" zu Verbrecher werden ,nützt das Grüne Deckmäntelchen auch nichts mehr !!

Jasomirgott meint am 02.09.2008 16:33

Distanziere mich aber vor dieser Organisation!

KFJ meint am 02.09.2008 14:40

Lese gerade auf der Homepage der "Sozialistischen Linkspartei" (posten unter dem entsprechenden Artikel leider nicht möglich): Abtreibung ist Frauenrecht!
ZUSTIMMUNG!
Abtreibung ist Frauenrecht! vor allem aber:
MORD (nicht nur der in der weiblichen Gebährmutter) MUSS ENDLICH EIN MENSCHENRECHT WERDEN - wir lassen uns das Töten nicht länger von Ewiggestrigen vermiesen und verbieten!!!
Es lebe der Sozialismus, es lebe der Kommunismus, 100 Millionen Tote haben wir schon geschafft, auf dass es mindestens nochmals soviel werden!!!

Jasomirgott meint am 02.09.2008 16:31

"Kali i bin schwaunga! " "Nau und? Los wegmochn!"
Dier brutale Satz wird tausende Male in österreichischen Haushalten gesprochen. Abtreibung ist Mord, ist VERBOTEN! Wird aber LEIDER nicht verfolgt und bestraft!
Die Achtung vor dem Leben, insbesondere vor dem Leben von Kindern, ist durch diese defaktolegalisierung der Tötung, furchterregend gesunken. Es ist vielen Menschen wurscht, ob sie ihr Kind vor oder nach der Geburt umbringen, die Hauptsache ihr unbeherrschtes Sexualleben geht so pervers wie nur möglich weiter!
DAS IST MENSCHENVERACHTUNG VON DER KAUM JEMAND SPRICHT!

KFJ meint am 02.09.2008 19:01

"...ihr unbeherrschtes Sexualleben geht so pervers wie nur möglich weiter" ist in dem Zusammenhang ein völliger Nonsens. Das Sexualleben von Menschen (ob "pervers" oder nicht) geht überhaupt niemanden - außer den Betroffenen - etwas an. Sehr wohl geht es aber eine humane Gesellschaft etwas an, ob ungeborenes menschliches LEBEN zig-, hundert- und tausendfach gemordet wird oder nicht - und diesbezüglich ist die Haltung der "Linken" (die sich sonst mit teilweise bis zur Unerträglichkeit reichendem Fanatismus für jeden dahergelaufenen Asylbetrüger einsetzt) eine verbrecherische Schande, die sich mit keinerlei "Argument" auch nur im Ansatz entkräften läßt!!

HeileWelt meint am 03.09.2008 06:42

glaubwürdig für ungeborenes Leben einsetzen will muss sich wohl auch für Geborene (Asylanten) einsetzen.

brunnokreisky meint am 03.09.2008 08:03

warum "treiben" manche ab ? ist vielleicht ein Grund der ,das es in ossiland zu viele kriminelle Scheinasylanten und mechmeds gibt ? wahrscheinlich wollen manche Mütter ihren ungeborenen Kindern eine schreckliche Zukunft ersparen !!!!!!!!!!

Polizist bekennt sich schuldig Paukenschlag im Prozess um den, bei einem Einbruch, erschossenen Florian P. Der Angeklagte bekannte sich überraschenderweise schuldig.