Killer ist bekannt
Boxer-Mord wird zum Asyl-Krimi
Möchtegern-Boxer erstach Edip Sekowitsch »
Verdächtiger im Sekowitsch-Mord schweigt sich aus »
Der mutmaßliche Killer von Box-Legende Edip Sekowitsch fiel als Asylwerber in Österreich schon mehrmals gewalttätig auf - und durfte bleiben.
Der Mord an Box-Legende Edip Sekowitsch (50) wird zum Asyl-Krimi. Wie berichtet, wurde der frühere Europameister, von Freunden "Schesko“ genannt, vergangenen Dienstag im Morgengrauen vor seinem Lokal Champ’s Pub nahe dem Wiener Südbahnhof erstochen. Als mutmaßlicher Täter sitzt der 26-jährige Tschetschene Zaurbek B. in U-Haft. Der Asylwerber hatte, schwer betrunken, im Pub randaliert. Weil ihn Chef Sekowitsch als lächerlichen Halbstarken bloßstellte, soll ihm der Verdächtige nach der Sperrstunde mit einem Klappmesser aufgelauert haben. Der Boxer starb an einem Herzstich.
Falsche Papiere
Das Gewaltverbrechen hat die Sportwelt
erschüttert. Details über die Vorgeschichte des Messerhelden werden auch die
Volksseele kochen lassen. Denn sie sind in der Tat unfassbar.
ÖSTERREICH-Informationen zufolge ist Zaurbek. B. 2005 mit falschen Papieren eingereist. Er lebte erst im Lager Traiskirchen, dann in Graz bei seiner Mutter und schließlich in Wien. Vor allem aber wurde er in die sogenannte „Grundversorgung“ aufgenommen – und kassierte bis zu 740 Euro im Monat. Gesamte Unterstützung aus Steuergeldern bisher; rund 20.000 Euro.
Polizeibekannt
Gegenleistung des Tschetschenen: Zaurbek B. fiel
mehrmals als Gewalttäter auf. Unter Flüchtlingen wird erzählt, dass er
besonders gegenüber Frauen gern mit der Faust argumentiert und deswegen
polizeibekannt ist.
Überdies war er schon einmal in Österreich in eine Messerstecherei verwickelt. Dabei erlitt er auch selbst eine Stichwunde – und erzählte im Spital was von einem gescheiterten Selbstmordversuch. Resultat: In der Psychiatrie wurde er gesund gepflegt – wieder auf Staatskosten.
Vorstrafe
Wegen eines Delikts gerichtlich verurteilt, sollte der
Tschetschene schon längst abgeschoben werden. Doch er berief dagegen – und
bekam vom Höchstgericht prompt „aufschiebende Wirkung“ der Ausweisung
zuerkannt. Der Dank zeigte sich vergangenen Dienstag vor dem Champ’s Pub –
und kostete Edip Sekowitsch das Leben.
Ehrengrab
Bei seiner Verhaftung hatte der Asylwerber 600 Euro in
der Tasche. Gearbeitet hat er in Österreich keinen einzigen Tag. Im
Gegensatz zu seinem Opfer, der als Profisportler und Mensch zum Vorbild
wurde. Seit Montag steht fest: Schesko bekommt ein Ehrengrab.



