29. 08. 2008, 21:55

ÖSTERREICH-Recherche

Vertuschungs-Skandal um Kriminalstatistik

Dieb (Symbolbild)
© Buenos Dias

Offiziell ist die Kriminalität rückläufig. Nur ist die Zählung der Delikte fragwürdig, und die Bundesländer legen kaum konkrete Ergebnisse offen.

Laut Innenministerium soll die Kriminalität in Österreich im ersten Halbjahr 2008 im Vorjahresvergleich um sechs Prozent gesunken sein. Doch mit dem Raub ihrer Handtasche in einem Wiener In-Lokal sollten auch Ressortchefin Maria Fekter ernste Zweifel an der Richtigkeit ihrer Zahlen gekommen sein.

Kritik der Experten
Bereits kurz nach der Bekanntgabe der Kriminalbilanz hagelte es Kritik von Experten. Der Vorwurf: Die Zahlen des Ministeriums seien geschönt. Grund für die Kritik ist die von Schwarz-Blau im Jahre 2002 eingeführte eigenwillige Zählmethode. Raubt jemand mehrere Banken aus, zählt das in der Statistik nur als ein einziges Delikt.

Auch ein Vierfachmörder scheint in der Statistik nur als ein angezeigter Mordfall auf. Birgit Zetinigg, Leiterin des Kriminalforschungsbereiches des Kuratoriums für Verkehrssicherheit spricht daher von einer „Dunkelziffer“ und hält die vorgelegte Statistik für „jedenfalls verbesserungswürdig“.

Zahlen kaum öffentlich
Eine ÖSTERREICH-Recherche zeigt: Nicht nur die möglicherweise „geschönten“ Zahlen sind ein großes Problem, auch die Sicherheitsdirektionen der Bundesländer nutzen die landesspezifischen Analysen nach ihrem Gutdünken, informieren über die Kriminalitätsrate nur zum Teil oder auch gar nicht.

Verschwundene Zahlen
So verbreitet zwar das Land Niederösterreich eine regionale Analyse, allerdings mit dem Ergebnis, dass in allen erwähnten Delikten ein zum Teil „deutlicher Rückgang“ zu verzeichnen ist. Einige Zahlen wurden dabei diskret verschwiegen. So stieg etwa der Raub in öffentlichen Verkehrsmitteln um 500 Prozent. Ähnlich die Situation in Vorarlberg und Wien. Im westlichsten Bundesland scheinen nicht konkrete Delikte sondern Paragrafenbezeichnungen auf, in Wien werden zum Teil nur prozentuale Angaben gemacht und absolute Zahlen verschwiegen.

Enorme Zunahmen
Besser informiert werden die Menschen in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark: Alle drei Bundesländer legen alle Deliktgruppen offen und zeigen ein erschreckendes Bild: So nahm in OÖ der Raub von Handkassen um 130 Prozent zu, in der Steiermark gab es 42 Prozent Steigerung bei schwerem sexuellen Missbrauch von Unmündigen.

Kommentar schreiben

CHILI meint am 23.09.2008 10:08

Wegnahme ener Handtasche, die auf einer Sessellehne hing, ist kein Raub, sondern nur ein Diebstahl. Bevor Redakteure was Schreiben, sollten sich sie über das, was sie schreiben informieren, zB. im österreichsichen Strafgesetzbuch.
Bitte in Zukunft etwas sorgsamer in der Wortwahl.

taxxan meint am 01.09.2008 08:24

braucht dringen schöne ergebnisse
was liegt näher als alles zu fälschen, arbeitsstatistik, kriminal...
eben überall dort, wo schwarze drinnstecken ist manipulation an der tagesordnung...

pilot01 meint am 01.09.2008 08:52

führende Beamten die Schuld daran tragen, die in "Vorauseilendem Gehorsam" ihre Arbeit schön machen wollen. Unfähigkeit soll so verdeckt werden.

Jasomirgott meint am 01.09.2008 16:59

Die VPÖ braucht keine geschönten Statistiken. Diese werden von Beamten aus der SPÖ Aera erstellt! Nicht die ÖVP, nicht der Molterer sind dafür zuständig.

Frau Fekters umsichtige Kriminalpolitik, hat die erst alles ans Tageslicht gebracht. Der rote Sumpf (man erkennt es an den Gerwerkschaftszahlen) bei der Polizei, ist leider noch nicht trocken gelegt.

CHILI meint am 23.09.2008 10:11

Die Statistik wird seit 2004 gefälscht, zumindest in dieser unverschämten verlogenen Art, und das geht eindeutig auf das Konto des schwarzen Ministers Strassers und seiner Vorbeter Schüssel udn Molterer.

pilot01 meint am 31.08.2008 18:46

Vierfachmord nur als EINEN Mord einträgt . . . .
Auf das muss man erst einmal kommen, das war bestimmt ein hoch bezahlter A-Beamter, ein Herr Dr. Soundso . . .
Der sagt dann auch:"Schluss jetzt ab Mai mit Drogenanzeigen, ihr zerstörts die Statistik!"
Und dann gibts nix mehr mit Drogen.
Das muss doch alles schriftlich gehen in Form von internen Anweisungen, Erlässen, warum werden solche Leute nicht gleich entlassen?
Ach so, das ist der Neffe von Herrn Sektionschef! Na dann is eh alles in Butter.
Österreich eben.

patrick099 meint am 31.08.2008 20:26

Bande klaut 20 Autos in einer Nacht, registriert wird 1 Autodiebstahl! Das ergbit natürlich statistisch eine völlige Risikoverzerrung! Die Umstellung auf diese Zählung wurde nach Unterfertigung des Schengen-Abkommens beschlossen! Mittlerweise sollten die Regierenden doch schon wissen, dass ihnnen das Volk auf die Finger schaut. Aber sie lernen nichts und wundern sich über die EU-Verdrossenheit...

qentin666 meint am 30.08.2008 20:32

VISUM FÜR ALLE AUS DEM OSTEN ! ALLE ASYLANTEN AB IN DIE HEIMAT !

Drache meint am 30.08.2008 22:41

Richtig alle die nicht da her gehören sollen gehen. Vor allem die Müslis die braucht niemand. In Deutschland hat man schon zugegeben das diese Leute eine Plage sind. Die Älteren sind gekommen um zu arbeiten die Kinder und Kindeskinder schaffen jedoch nicht mal einen Hauptschulabschluss. Lernen wollen sie auch nichts da fast jeder Harz IV bezieht. Das sind 10,00 Euro pro Stunde wozu sollen sie arbeiten.

Andy323 meint am 01.09.2008 16:43

Endlich ein vernünftiges Posting!

Schaumamoi meint am 31.08.2008 16:03


Was soll das ganze Gejammere?

Vielleicht sollte man nur die Berechnung der Kriminalstatistik ändern.

z.B. werden nur noch solche Delikte in die Statistik aufgenommen, die mit mindestens einer Canon 450D und durch zwei Notare siwie inflagrati erwischten Verbrecher erfasst.

Unsere Kriminalstatistik würde dann ca. auf 100% Erfolgsquote steigen bei einem Sinken der Straftaten auf nahezu Null.

Und diesen Erfolg könnte sich der Innenminister auf seine Fahnen heften!!!
*lol*

leopold meint am 31.08.2008 17:58

früher führte die polizei/gendarmerie neben der kriminalstatitik noch eine eigene statistik,den sogenannten tätigkeitsnachweis, aus welchem unter anderem die anzahl der angefallenen und geklärten straftaten, die anzahl der verhaftungen, die anzahlt der organmandate, die anzahl div. unfällen usw hervorging. Der tätigkeitsnachweis wuchterte dann ziemlich aus und es waren schon über 100 zahlen, die man eintragen konnte (stricherliste). Am monatsende wurde dss immer den vorgesetzten dienststellen gemeldet.

leopold meint am 31.08.2008 17:59

Nun, das heisst seit ca 1 jahr, wurde dieser tätigkeitsnochweis auf rund 40 zahlen zusammengestutzt, was ja sehr erfreulich wäre. allerdings kam dann die überaschung, dass gerichtsdelikte ab sofort nicht mehr einzutragen waren (ein schelm wär übles dabei denkt . so fällt die fälschung der krim-stat nicht mehr auf.) dafür hamme jetzt 6 zahlen zur auswahl lallein für den beratunsdienst... urwichtig

Olympia1 meint am 30.08.2008 20:11

hat sowieso niemand geglaubt!
Das ist mit ein Grund rot-schwarz zu meiden wie die Pest.

elmer meint am 30.08.2008 19:38

Mit denen saß doch die Frau Ministerin bei Essen als ihr die Handtasche gestohlen wurde.
Was sollen das für Experten sein,eventuell welche für falsche Kriminalstatistiken.

stachi meint am 30.08.2008 18:46

hat zu gehen , so Bruno Kreisky dereinst . Die derzeitigen Regierungslügner von Rot und Schwarz sollen , wenn das wahr ist , sich schleichen .
Keine Stimme für Faymann und Molterer

hansl meint am 30.08.2008 18:04

wurscht gstoln oda graubt. Wichtig is das se de frau minista sicha füllt in unsan laund und no schnöl vua da wohl no a por kieberer aussehaut.
und de red bulls wos im aumt bleibn deafn missn hintan bam mit ana radarpistoln kohle mochn. De poa vabrechn wos in da statistik ols aufgeklärt gfiat wean des de wos se da täta selba stölt.

HeileWelt meint am 30.08.2008 17:35

der Steuerzahler, wo Ministerinnen und ihre Sekretäre das Abendessen einnehmen: In einem italienischen Nobellokal im ersten Wiener Bezirk, da beginnt die Vorspeise bei 10 EUR und die Hauptspeise kostet pro Gang 20 EUR. Dazu eine Halbliter-Karaffe Wein 40 EUR. Pro Person also einen guten Hunderter. Ein einfacheres Restaurant, pro Person 30 EUR wäre ja den hohen Herrschaften nicht zuzumuten. (Dort aber hätte ein Taschendieb vielleicht gar nicht zugeschlagen)

hansl meint am 30.08.2008 17:56

dea Valust der toschn von frau innenmininsta woa ka raub und gfladert hots a neamt. De mitzi hots irgenwo highängt was nimma wo, bis jetzt hots a no neamt gfundn. So kummt de gschicht net in de Statistik.
Oda der valott dea wos de toschn gfldert hot hot sicha scho irgendwo a aundere gstoln drum brauch man a net zöln

hansl meint am 30.08.2008 17:58

des posting obn gheat auf an aundan plotz.

aurelie meint am 30.08.2008 14:43

Die einzig ernst zu nehmende Kriminalstatistik ist das "Unsicherheits-gefühl" der Menschen und das zeigt einen hohen "Fieberwert".
Am besten alle Statistiken über Bord werfen und die Beamten die dadurch eingesparte Zeit auf die Straße stellen. Unwahres wird nicht wahr, nur weil man es gebetsmühlenartig behauptet und Österreich ist erst dann ein sicheres Land, wenn sich die Menschen sicher fühlen.

Ares7777 meint am 30.08.2008 13:38

Raub unterscheidet sich von Diebstahl dadurch, daß fremdes Eigentum nicht heimlich, sondern offen uund mit Gewalt ungerecht entwendet wird. Auch das ABGB unterscheidet paragraphenmässig eindeutig zwischen Raub und Diebstahl. Bei Fekter war es Dienstahl (und Dummheit...)

meinsenfdazu meint am 30.08.2008 12:22

Da werden die Statistiken gefälscht (geschönt ist ein viel zu milder Ausdruck), um die Bevölkerung in falscher Sicherheit zu wiegen, da werden massenhaft Polizisten abgebaut, Polizeidienststellen geschlossen. Und noch vor kurzem hat die Ministerin gesagt, wenn Häupl mehr Polizisten will, muss er eine eigene Stadtpolizei gründen.
Und nun muss sie kleinlaut zugeben, dass der Leiterin vom BKA der PKW und ihr selbst die Handtasche gestohlen wurde. Man kann nur hoffen, dass auf dem Diensthandy keine brisanten Informationen gespeichert ware.
Sehr geehrte Frau Innenministerin, ich verspreche Ihnen hoch und heilig, dass ich meine Schadenfreude unterdrücken werde ..... aber es gelingt mir einfach nicht.

meinsenfdazu meint am 30.08.2008 12:28

Im Fernsehduell mit Haider hat er nicht gerade durch Fachkompetenz geglänzt - er ist wieder einmal durch seine Dauerblockaden für die er nur fadenscheinige Argumente hatte, negativ aufgefallen. Und nun hat sich der neue Shooting-Star der ÖVP, die Schotter-Mizzi, dermaßen blamiert. Manchmal kann einem der Willi direkt leid tun.
Und der Gerhard Bronner sitzt auf Wolke sieben und singt aus dem Gschupften Ferdl:
Kaum hat der Ferdl seine Floschn,
ruft er Mitzi reib mirs Messer aus der Toschn
Doch die Mizzi sogt, der Teufel solls holn
jetzt hat mir wer mei Toschn gstoln.
Wir brauchen kein politisches Kabarett in Österreich, die Realität ist auch durchs schärfste Kabarett nicht zu toppen.

taxxan meint am 30.08.2008 10:56

muß hat die statistik fälschen und schönen
nicht nur die kriminalstatistik sondern auch die arbeitslosenstatistik wird munter geschönt..
die ÖVP dreht es sich eben so wie die ÖVP es braucht..

gladius meint am 30.08.2008 11:11

Die SPÖ ist ja zufälligerweise nicht in so einer unfähigen Regierung.
Sie stellt ja weder den Bundeskanzler, noch die Nationalratspräsidentin, noch den Bundespräsidenten.
Wären ja die drei höchsten Positionen in dem Land.
Was für ein Glück auch für die Roten.

meinsenfdazu meint am 30.08.2008 12:37

mit allen seinen negativen Auswirkungen (Personalabbau bei Polizei, Schließung vieler Dienststellen, Umfärben mit teilweise unfähigen Leuten) ist seit 8 Jahren die ÖVP zuständig. Und sie kam auch auf die glorreiche Idee, dass man Serienstraftaten als nur eine Tat in die Statistik aufnimmt und so gehen die Zahlen runter, obwohl die Straftaten explodieren. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

meinsenfdazu meint am 30.08.2008 12:37

So sind zB die Wohnungseinbrüche in Wien Innere Stadt um 85% gestiegen. Und in Liesing gab es eine Fensterbohrerbande, die bei Einfamilienhäuser durch den Fensterrahmen gebohrt, mit einer Drahtschlinge die Riegel geöffnet und trotz Anwesenheit der Bewohner eingestiegen ist. So schaut die Realität aus.
Aber jetzt können wir ja hoffen, dass die handtaschenlose Mizzi etwas klüger geworden ist - oder doch nicht?

gladius meint am 31.08.2008 09:53

die Roten unschuldig- hat doch Dorli Bures als Beamten-Ministerin Gott sei Dank nix gemacht und wäscht ihre Hände in Unschuld.lol

Nein, nein- DAS Thema ist zu brisant, um damit politisches Kleingeld zu wechseln, liebe Kampfposter!

staudi meint am 30.08.2008 10:16

Fahraddiebstähle werden kaum mehr gezählt, denn es könnte ja eine unbefugte Inbetriebnahme sein und das Radl steht halt zufällig im Ostblock. Gelernt von der Ö sterreichischen V ertuscher P artei.

Tunichtgut meint am 30.08.2008 08:47

WIR ALLE BITTEN UM DEINE WEISEN
ANSCHAUUNGEN-wenn es deine kostbare zeit
(austeilen des bauernbündlers-gesichtslose plakate
montieren-sonstigen hetzerischen tätigkeiten gegen
alles was nicht schwarzt-usw.)erlaubt würden wir uns
alle sehr freuen,wenn du..................................

Jasomirgott meint am 30.08.2008 11:28

Du hast es ja übernommen meine Beiträge zu kopieren um so auch einmal was intelligentes posten zu können.

also tu Dir keinen Zwang an, kopiere einen meiner Beiträge und stelle ihn zu diesem thema ins Netz. Du wirst Dir damit viele Freunde machen (;>))

Gerhardius meint am 30.08.2008 11:49

vulgo Heinrich der II. hätte wohl am liebsten wieder ne Monarchie. Na, Gott sei Dank gibt´s die nie wieder

bmw meint am 30.08.2008 07:02

Diese Kriminalstatistken wurden sicher geschönt!!!

fla2111 meint am 30.08.2008 06:53

Wenn man mit einer Hinterbacke auf einem Eisblock sitzt und mit der anderen auf einer heißen Herdplatte, hat man es statistisch gesehen, wohl temperiert.
Übrigens lieber Redakteur, nochmals zum Mitschreiben: der DIEBSTAHL der Handtasche der Fr. Innenministerin war KEIN Raub. Der Erstbericht wurde ja löblicherweise dahin korriegiert.