Aich/Dob ortet Schiri-Skandal in Liga-Halbfinale

Volleyball-Bundesligist Aich/Dob fühlt sich "betrogen". Nach der 2:3-Auswärtsniederlage bei den hotVolleys im ersten Spiel der "best-of-five"-Halbfinalserie am Mittwoch forderten die Kärntner den Verband (ÖVV) auf, die Spiele mit anderen Schiedsrichtern zu besetzen. Sollte das nicht geschehen, wolle man auf ein Antreten verzichten.

"Es ist schade, dass sich wieder einmal eine Mannschaft aus der ,Provinz' dem Druck und den Machenschaften aus Wien beugen muss", meinte Aich/Dob-Manager Martin Micheu in einer Aussendung. Und er verwies darauf, dass am Mittwoch wie "jedes Jahr die Wiener Haus- und Hofschiedsrichter" sowie "zwei völlig überforderte und unerfahrene Linienrichter" das Spiel geleitet hätten. Die Forderung für die restlichen Halbfinalspiele: "Neutrale ausländische Schiedsrichter wie in der Mitteleuropa-Liga oder Schiedsrichter, die ihren Wohnsitz mehr als 300 km entfernt vom Ort des Gastgebers haben."

Für hotVolleys-Manager und ÖVV-Präsident Peter Kleinmann handelt es sich bei den Anschuldigungen um "Ablenkungsmanöver". "Das ist unsportlich und unfair, aber er (Micheu, Anm.) macht das nicht zum ersten Mal", konterte der Wiener. "Die Schiedsrichter sollen offenbar unter Druck gesetzt, das Heimpublikum der Kärntner emotionalisiert werden." Kleinmann verwies auf die Videoaufzeichnung: "17 Bälle waren umstritten, davon wurden 9 für Aich/Dob und 8 für die hotVolleys gegeben."

Die Drohung der Kärntner, nicht anzutreten, ließ Kleinmann kalt. "Dann treten sie halt nicht an, der ÖVV lässt sich sicher nicht erpressen. Der Vorstand wird darüber reden, aber wir können das Schiedsrichterreferat nicht desavouieren", sagte Kleinmann, der betonte, dass in Halbfinale und Finale nur die besten Schiedsrichter Österreichs im Einsatz seien.

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