FFG fördert Forschung und Digitalisierung

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FFG fördert Forschung und Digitalisierung

Das Ziel aller Aktivitäten der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts Österreich im globalen Wettbewerb und damit die nachhaltige Schaffung und Absicherung hochwertiger Arbeitsplätze und des Wohlstands unseres Landes. Diese Zielorientierung der FFG reflektiert ihren gesetzlichen Auftrag: Die Förderung von Forschung, Technologie, Entwicklung und Innovation zum Nutzen Österreichs.

Vielfältige Dienstleistungen

Die FFG bietet mit ihrem differenzierten Angebot geeignete Instrumente für die verschiedenen Bedürfnisse von Unternehmen, Forschungs- und Hochschulinstituten: Das Portfolio reicht von niederschwelligen Programmen, die den Einstieg in eine kontinuierliche Forschungs- und Innovationstätigkeit erleichtern bis hin zur Förderung und Finanzierung von Spitzenforschung und Exzellenzzentren. Über die finanzielle Unterstützung hinaus bietet die FFG vielfältige Dienstleistungen.

FFG Startup

Förderungen
Beratung
Netzwerke
GIN Connects

Aufgabenbereiche der FFG

  • Finanzierung von Forschungsprojekten der Wirtschaft und der Wissenschaft, Management von Impulsprogrammen für Wirtschaft und Forschungseinrichtungen sowie von Netzwerken zur Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.    
  • Management von kooperativen Programmen und Projekten mit der EU und anderen europäischen und internationalen Partnern.    
  • Vertretung der österreichischen Interessen gegenüber den relevanten europäischen und internationalen Institutionen im Auftrag des Bundes. 
  • Beratung und Unterstützung zur Stärkung der österreichischen Beteiligung in europäischen Programmen, vor allem beim EU–Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, "Horizon 2020".

Barwert der Förderung nach Organisationstyp

Grafik
Anm.: Vertragliche Zusagen 2004 – 2016 in Mio. Euro kumuliert (N = 4,4 Mrd. Euro)

Digitaloffensive

Als Agentur versteht sich die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft als kundenorientierte, moderne Expertenorganisation an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Universitäten.

Digitalisierungsagentur

Mit der Einrichtung einer Digitalisierungsagentur geht man nun einen Schritt weiter. Sie startet mit drei Pilotvorhaben, weitere werden folgen.

Forschungskompetenzen für die Wirtschaft

Das Programm unterstützt österreichische Unternehmen, ihre Mitarbeiter mit digitalen Kompetenzen auszustatten, um im digitalen Zeitalter international wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu stehen drei Förderungsinstrumente zur Wahl, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: Qualifizierungsseminare, Qualifizierungsnetze, Innovationslehrgänge.

Was leistet das Programm:

  • Für Unternehmen kostenlose, einzigartige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • Punktgenau zugeschnitten auf aktuelle betriebliche Erfordernisse
  • Speziell zugeschnittenes Bildungsangebot für Unternehmen durch Universitäten und Fachhochschulen
  • Österreichische Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Mitarbeitern
  • Viele neue Kontakte, Ideen und Kooperationen durch das Lernen im Netzwerk

Weiterführende Informationen

Best Practice Beispiele aus dem Programm:

Innovationslehrgang – Digital Tourism Experts

Die Digitalisierung verändert das Reise- und Freizeitverhalten stetig, viele Firmen entlang der touristischen Wertschöpfungskette müssen sich den  daraus resultierenden Herausforderungen stellen und die Chancen ergreifen.
Der Innovationslehrgang „Digital Tourism Experts“ zielt darauf ab, die digitalen Kompetenzen im Tourismus zu erhöhen. Angesprochen werden IT-Verantwortliche in Tourismusunternehmen, Tourismusverbänden und Landestourismusorganisationen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen werden geschult, um innovative digitale Prozesse, Produkte und Dienstleistungen in ihren Unternehmen umzusetzen.

Projektleitung: Universität Innsbruck, 55 Projektpartner

Qualifizierungsseminar: Qualifizierung für Digitalisierte Gesundheitstechnologien

Um das enorme Potential digitalisierter Gesundheitstechnologien auszuschöpfen, benötigen Hersteller in diesem Bereich spezielles Methodenwissen. Diese Seminarreihe spannt den Bogen über ausgewählte Fachgebiete der Digitalisierung bis zu den Innovationspotenzialen digitaler Gesundheitstechnologien und dient so als qualifizierte Weiterbildungsmaßnahmen für Hersteller und Berater, welche in den Bereich der digitalisierten Gesundheitstechnologie um- bzw. einsteigen oder diesen weiterentwickeln möchten.

Projektleitung: FH Oberösterreich, 9 Projektpartner

Kompetenzzentrenprogramm COMET

COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) ist das österreichische Kompetenzzentrenprogramm. Es fördert den Aufbau von Kompetenzzentren, deren Herzstück ein von Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam definiertes, exzellentes Forschungsvorhaben ist.

Comet Logo

Die Finanzierung erfolgt zur Hälfte durch Bund (BMDW, BMVIT) und Bundesländer, sowie zur Hälfte durch Wirtschaft und Wissenschaft. Seit dem Programmstart 2008 wurden rund 1,8 Milliarden Euro investiert. Aktuell gibt es 23 Zentren und 25 COMET- Projekte.


Was leistet das Programm:

  • Stärkung des Wirtschaftsstandorts und des Forschungsstandorts Österreich
  • Technologietransfer initiiert neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen
  • vorzeigbaren Marktinnovationen durch starke Orientierung an verwertbaren FuE Arbeiten
  • Kompetenzaufbauin den Zentren und in den Unternehmen
  • neue Forschungsimpulse und zukunftsweisende Forschungsthemen durch exzellente kooperative Forschung
  • langfristige Forschungskooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf höchstem Niveau
  • Schaffung von Arbeitsplätzen in den Zentren und außerhalb

Weiterführende Informationen

Best Practice Beispiele aus dem Programm:

Projekt "SmartForensics"

Ermittler in verschiedenen Sparten der Kriminalitätsbekämpfung, wie z.B. der Bekämpfung von Schlepperwesen, stehen während eines Einsatzes oft vor einer schwierigen Entscheidung: Soll ein beschlagnahmtes Smartphone für eine eingehende forensische Untersuchung an die entsprechenden Kollegen weitergeleitet werden, um einige Wochen später eine detaillierte Analyse zu erhalten, oder ist dieser Aufwand in der konkreten Situation zu hoch?

Handy © unsplash

Immer mehr kriminelle Aktivitäten werden über Smartphones koordiniert bzw. teilweise durchgeführt. Doch vollständige forensische Analysen von Smartphones sind zeitraubend, kostenintensiv und die entsprechenden Abteilungen der Ermittlungsbehörden sind oft auf Wochen hin ausgebucht.

Damit ergibt sich die Notwendigkeit, den Ermittlern vor Ort ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das in der Lage ist, in kurzer Zeit eine erste aussagekräftige Einschätzung über die fallspezifischen Inhalte eines beschlagnahmten Smartphones zu liefern.

Projektbeteiligte: SBA Research gGmbH (Konsortialführung) und 2 Unternehmenspartner

Projekt: "Studo Matchmaking Recommender"

Im Jahre 2016 rief die Firma Moshbit GmbH die mobile Studo Applikation ins Leben, mit dem Grundgedanken, damit den österreichischen Studenten eine konstante Unterstützung und Orientierung in ihrem Alltag bieten zu können. Studo verbindet einige den Universitätsalltag betreffende Dienstleistungen wie Kurs-Management, E-Mail Klienten, Kalender etc., unterstützt jedoch außerdem über die Studo Plattform bei der Zusammenführung von jobsuchenden Studenten und passenden Firmen. Durch die Benutzung der genannten Plattform ist es Studenten möglich, nach ausgeschriebenen, passenden Jobs zu suchen, umso relevante Berufserfahrungen zu sammeln. Als Teil dieses Projekts, wurde die Studo Jobs Plattform erweitert und bietet den Studenten nun auch Zugriff auf personalisierte Job Anzeigen durch die Nutzung von „ScaR recommendation framework“.

Projektbeteiligte: Know-Center GmbH (Konsortialführung) und 1 Unternehmenspartner

Projekt: „Ein neues Werkzeug für eine ganzheitliche archäologische Analyse“

Paradigmenwechsel in der Archäologie: Durch die Kombination von unterschiedlichen Datenmodalitäten ermöglicht der HMC-Plus eine umfassende visuelle Analyse in der Archäologie. Stratigraphische Relationen einer Ausgrabung werden mit zeitlichen Informationen von datierten Fundstücken kombiniert. Ein ausgereifter Layout-Algorithmus garantiert eine verständliche und konsistente visuelle Darstellung, die auch mit geographischen Daten der Ausgrabungsstätte verlinkt wird. Das Werkzeug wurde bereits in mehreren laufenden Grabungsprojekten erfolgreich eingesetzt.

Projektbeteiligte: VRVis Zentrum für Virtual Reality und  Visualisierung Forschungs-GmbH (Konsortialführung) und 2 Unternehmenspartner

COIN Netzwerke

Mit dem Programm COIN Netzwerke werden österreichische Unternehmen (vorrangig KMU) unterstützt, Innovationen im Bereich Digitalisierung gemeinsam mit Unternehmens- und Forschungspartnern umzusetzen, um so im digitalen Zeitalter die Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern zu können. Start der 11. Ausschreibung COIN Netzwerke mit dem  Schwerpunkt Digitalisierung“ ist für Dezember 2018 geplan.

COIN Netzwerke als Innovationsfaktor für Digitalisierung

  • Aufbau geförderter Kooperationen und Netzwerke in IKT-produzierenden Branchen
  • Entwicklung digitaler Kompetenzen und Qualifikationen bei KMU
  • Förderungen von Digitalisierungsschritten entlang von Wertschöpfungsketten
  • Entwicklung neuer IKT-Lösungen (z.B. Telemedizin, Verkehr)
  • Anwendungsorientierte Innovationsprojekte zu Datenschutz und Datensicherheit
  • IKT-Lösungen für gesellschaftliche Probleme (z.B. Klimawandel, Alterung)
  • Internationalisierung von KMU im Bereich digitaler Anwendungen

Weiterführende Links zum Programm:
https://www.ffg.at/coin-programmlinie-netzwerke
https://www.ffg.at/coinnet_10.AS_gefoerderte_projekte
https://www.ffg.at/coinnet_9.AS_gefoerderte_projekte

Best Practice Beispiele aus dem Programm:

Einsatz von Virtual Reality, um Menschen mit Behinderung jeden Alters damit die Möglichkeit zu geben, das E-Rollstuhlfahren unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu erlernen und zu trainieren. Letztendlich geht es darum, die Betroffenen zu befähigen, ihre Mobilität möglichst selbständig und umfassend zu leben – mit dem Ziel, dass auch die Bewegung im öffentlichen Raum und im Straßenverkehr sicher gemeistert werden kann. Darüber hinaus können Betroffene ihre Befähigung zur Steuerung eines E-Rollstuhls gegenüber unterstützenden Stellen wie Krankenkassen und Versicherungen demonstrieren und den Genehmigungsprozess vereinfachen.
Konsortialführung: LIFEtool gemeinnützige GmbH

3D Vision – Entwicklung neuer Methoden und Prozesse zur Inwertsetzung von 3D Punktwolkendaten

3D Punktwolken von Laserscannern stellen in unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft eine wichtige, nicht mehr wegzudenkende Datengrundlage dar. Unabhängig davon, ob diese flächenhaft vom Flugzeug oder Drohnen aus erhoben werden, mobil von sich fortbewegenden Personen, Fahrzeugen, Zügen und Schiffen erfasst werden oder statisch von terrestrischen Laserscannern auf Stativen stammen, sie sind als Big Data mit immer ausgereifteren Aufnahmegeräten rasch erfasst, werden jedoch meist zeit- und kostenintensiv manuell ausgewertet und nicht automatisiert in Wert gesetzt.

3D Punktwolken © Laserdata GmbH

Gemeinsames Ziel von vier Unternehmen ist die Entwicklung von neuen Methoden und Prozessen zur automatisierten Inwertsetzung dieser 3D Punktwolkendaten. Die 3D Punktwolken werden mit innovativen Auswerteverfahren vorverarbeitet, automatisiert klassifiziert und in hochwertige, detaillierte Vektormodelle von Gebäuden, Vegetation und Infrastruktur sowie in digitale Pläne übergeführt.

Die Ergebnisse werden von den Netzwerkpartnern für die Erstellung von jeweils branchenspezifischen neuen Produkten, 3D (Online)-Viewern, Augmented Reality Umgebungen und innovativen Dienstleistungen aufgegriffen und weiter veredelt.

Konsortialführung: Lasardata GmbH

iVolunteer – Digitale Plattform zur Nutzbarmachung informeller Kompetenzen im Freiwilligenbereich


Die Vielfalt an Freiwilligentätigkeiten  erfordert zunehmen eine digitale Nutzbarmachung informell erworbener Kompetenzen für den Freiwilligenbereich selbst, aber auch für Arbeits- und Bildungsmarkt über organisatorische, tätigkeitsspezifische, örtliche und zeitliche Grenzen hinweg. Die 14 Projektpartner aus Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen wollen mit diesem Netzwerkprojekt dem hohen Stellenwert lebenslanger Lernprozesse Rechnung tragen, freiwilliges Engagement aufwerten und Nutzen für alle Stakeholder im Freiwilligenbereich generieren.

Konsortialführung: Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, Johannes Kepler Universität Linz

IMPACT INNOVATION

Das Programm Impact Innovation ist ein neuartiger Ansatz im Bereich der Innovationsförderung, wo mehr Wert auf die Vorgehensweise der Projekte gelegt wird, anstatt auf technische Exzellenz oder mögliche zukünftige Potentiale, wie es sonst üblich ist. Im Zentrum soll ein problemzentrierter Innovationsprozess liegen, der mit intensiven Feedbackschleifen und Nutzereinbindung neuartige Lösungen hervorbringt. Moderne und agile Innovationsmethoden, die durch das Programm gefördert werden eignen sich besonders gut für Projekte im Bereich der Digitalisierung. Moderne Innovationsmethoden Open Innovation, Design Thinking, Lean Startup oder Innovation, sowie aktuell immer wieder genannte Innovationsarten wie Social Innovation, Business Modell Innovation oder Design Innovation werden durch das Programm abgedeckt.

Förderbare Vorhaben

Das Programm fördert die Entwicklung von innovativen Ideen und Lösungen von KMUs. Förderbare Vorhaben umfassen die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen, die einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu bestehenden Angeboten bieten. Zentral dabei ist ein Innovationsprozess, der Ideen und Lösungen ausgehend von einer Problemanalyse in intensiver Interaktion mit allen relevanten Akteuren entwickelt. Das Wissen über notwendige Methoden kann auch erst im Projekt mit externer Unterstützung aufgebaut werden. Die Förderung kann für eine intensive Problemanalyse, die Generierung von Lösungsideen bis hin zur Entwicklung der tatsächlichen Lösung verwendet werden. Dafür wird eine Förderung von bis zu 75.000 € gewährt. Die nächste Ausschreibung soll es 2019 geben.

Beispiele geförderter Projekte

Eine Liste von allen geförderten Projekten des Pilotprogramms gibt es unter diesem Link.

Mehr Informationen:
www.ffg.at

Entgeltliche Einschaltung des BMDW

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