Forschungs- und Technologiebericht 2018

EU-Vergleich

Forschungs- und Technologiebericht 2018

Forschungs-, Technologie und Innovationsaktivitäten in Österreich sind auf gutem Kurs. Fazit aller Analysen ist, dass sich Österreich auf dem richtigen Weg zu einem der führenden Innovationsländer befindet, es jedoch weiterhin verstärkter Anstrengungen und eines langen Atems bedarf, um die vorhandene gute Basis auch in den kommenden Jahren zu verstärken und Innovationsergebnisse zu steigern. Das bescheinigt der Regierungsbericht 2018.

  • Österreich hat seine Forschungsausgaben seit 2005 mehr als verdoppelt, seine F&E-Quote von 2,37% auf 3,19% gesteigert!
  • Im EU-28 Vergleich hat Österreich im Hinblick auf die Höhe der Forschungsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt hinter Schweden die zweithöchste F&E-Quote (Letzterhebung: 2016). Weltweit hat Österreich damit die siebthöchste F&E-Quote.

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Abb. 1-1: Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich nach Finanzierungssektor. Quelle: Statistik Austria.

Auf dem Weg zum Digitalen Binnenmarkt

Digitalisierung ist ein wichtiges Forschungsfeld in den aktuellen und künftigen Europäischen Forschungsrahmenprogrammen Horizon 2020 und Horizon Europe. Dies umfasst einerseits die Digitalisierung industrieller Produktionsprozesse (inklusive Robotik), die gerade für einen Standort mit einem vergleichsweise relativ hohen Industrieproduktionsanteil wie Österreich besonders wichtig ist, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, als auch jene unmittelbar IKT-orientierten Forschungsbereiche wie Artificial Intelligence, "Next Generation Internet"; "Advanced Computing" und "Big Data", die nicht nur für Produktionsprozesse, sondern auch für andere Anwendungsfelder erst die Grundlage bilden (zB Sicherheitstechnologien, e-Health-Technologien; Verkehrstechnologien, Energiesysteme etc.).

Digitale Zukunft Österreichs © Adobe Stock

Wettbewerbsfähigkeit und Handel sind Schwerpunkte während des österreichischen EU-Ratsvorsitzes.

Abbildung der Innovationsleistungen

  • Die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung wurde 2017 ermächtigt, zusätzliche Mittel in Höhe von jährlich 100 Mio. € in den Jahren 2018-2020 zur Forschungsfinanzierung zur Verfügung zu stellen.
  • Für die Erstattung steuerlich anerkannter F&E-Ausgaben der Unternehmen wird der Bund 2018 voraussichtlich 610 Mio. € ausgeben.
  • Insgesamt werden die Forschungsausgaben der öffentlichen Hand 2018 voraussichtlich 4,20 Mrd. € betragen, was einen Anteil von rd. 34% der gesamten F&E-Ausgaben ausmacht.
  • Der Unternehmenssektor zeigt mit 6,11 Mrd. € F&E-Ausgaben und einem Wachstum von 6,9% gegenüber dem Vorjahr deutlich, dass er wichtigster Finanzierungssektor mit einem Anteil von rd. 50% an den Gesamtausgaben ist.
  • Das Ausland bzw. die ausländischen (Töchter-)Unternehmen, die in Österreich in Forschung investieren, sind mit 1,95 Mrd. € und einem Anteil von beinahe 16% drittwichtigste Finanzierungsquelle.

Grafik
Abb. 1-2:
Ausgaben für die verschiedenen Forschungsarten nach Durchführungssektor, 2015. Quelle: Statistik Austria. Berechnungen: WIFO-

Initiativen auf Regierungs- und Ressortebene

Der Bericht gibt einen vertiefenden Einblick in ausgewählte Schwerpunktbereiche der universitären und außeruniversitären Forschung, Gleichstellung in Forschung und Entwicklung, Zukunftstechnologien im Kontext von Digitalisierung sowie Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft – um nur einige Themen zu nennen. Weiters findet sich im Regierungsbericht auch ein sehr guter Überblick über die jüngsten Entwicklungen und Umsetzungen strategischer FTI-relevanter Prozesse, Maßnahmen und Initiativen.

Forschungs- und Technologiebericht 2018

Fazit aller Analysen

Österreich befindet sich auf dem richtigen Weg zu einem der führenden Innovationsländer, es bedarf jedoch weiterhin verstärkter Anstrengungen und eines langen Atems, um die vorhandene gute Basis auch in den kommenden Jahren zu verstärken und Innovationsergebnisse zu steigern.

Mehr Informationen:

Forschungs- und Technologiebericht 2018 (pdf 3,8 MB)

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