Die Zukunft des Landes ist weiblich

Frauen

Die Zukunft des Landes ist weiblich

Der Trend ist eindeutig: Aus dem ländlichen Raum wandern mehr Frauen als Männer ab. Vor allem junge Frauen entscheiden sich für den Umzug in die Stadt, weil dort attraktivere Bildungs- und Berufschancen auf sie warten. Frauen aus den Regionen sind überdurchschnittlich gut gebildet. Sie verfügen über formal höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Aber mangels beruflicher Perspektiven am Land bleiben sie in der Stadt und kehren nicht aufs Land zurück. Auch die Zuwanderung von Frauen aus dem In- und Ausland in ländliche Gebiete ist angesichts beschränkter beruflicher Chancen wenig attraktiv.

Überholtes Frauenbild

Eine besondere Herausforderung im ländlichen Raum ist zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz des Ausbaus von Kinderbetreuungsangeboten passen Angebot und Nachfrage nach flexibler Kinderbetreuung vielfach nicht zusammen. Dazu kommt: In ländlichen Regionen sind Frauen im  Alltag immer wieder mit einem überholten Frauen- und Familienbild konfrontiert. Kein Wunder, dass die Stadt für sie attraktiver ist.

Moderne Infrastruktur

Für die Akteure des Masterplan-Prozesses ist daher klar: „Das Land braucht ein modernes Frauenbild und attraktive Rahmenbedingungen für berufstätige und alleinerziehende Frauen.“

Konkrete Maßnahmen am Weg zum „Land der Frauen“ sind unter anderem:

• Ausbau von Online-Bildung: Um Abwanderung aufgrund fehlender höherer Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu vermeiden, sind neue Wege im Bildungsbereich notwendig: etwa durch flexible Online-Angebote. Auch für Berufswiedereinsteigerinnen sind einfach zugängliche Umschulungs- und Weiterbildungsangebote von Bedeutung.

• Förderung Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Kindererziehung ist gemeinsame Aufgabe der Eltern – und nicht  bloß Sache der Mütter. Der Ausbau der Kinderbetreuung durch neue Betreuungskonzepte, wie Leihgroßeltern oder Tagesmütter und Tagesväter, soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf  erleichtern. Home-Office- und Tele-Arbeitsplätze eröffnen auch Frauen mit Betreuungspflichten neue berufliche Chancen.

• Förderung von Infrastruktur und qualifizierten Arbeitsplätzen: Leistbare Einsteigerwohnungen für junge Frauen und Familien  machen das Land ebenso attraktiv wie eine hochwertige Breitbandinfrastruktur sowie die Förderung von Frauen im öffentlichen Sektor.

• Förderung von Frauen in der Region: Auch die gezielte Förderung von Frauen in der Politik und in regionalen Projekten stärkt  die weibliche Zuwanderung bzw. Rückkehr – und verbessert insgesamt betrachtet die Situation von Frauen am Land.

Näheres zum Masterplan unter bmlfuw.gv.at/masterplan

 

Entgeltliche Einschaltung des BMLFUW

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