Sicherheit durch Bergen und Entschärfen

Unser Heer: Entminungsdienst

Sicherheit durch Bergen und Entschärfen

Österreichs Frieden ist seit Jahrzehnten gesichert. Das war nicht immer so. Nach wie vor verbergen sich im Erdboden des Landes Relikte, in Form von Munition, aus der Zeit der beiden Weltkriege des vorigen Jahrhunderts. Das Österreichische Bundesheer bewahrt die Bevölkerung vor unliebsamen Überraschungen durch diese Hinterlassenschaften einer unfriedlichen Zeit.

Schutz vor Kriegsrelikten

Rund 1.000 Mal pro Jahr rücken die Mitarbeiter des Entminungsdienstes des Bundesheeres zu Einsätzen aus. Seen und Flüsse zählen dabei ebenso zum Einsatzgebiet wie Waldgebiete, Städte oder alpines Gelände, in dem nach wie vor große Mengen an Munition aus dem Ersten Weltkrieg liegen. Die Mitarbeiter des Entminungsdienstes sind Experten für alle Arten von Munition, die aus der Zeit vor 1955 stammt und auf österreichischem Bundesgebiet aufgefunden wird.

Die Aufgaben des Entminungsdienstes umfassen

  • das Identifizieren,
  • Untersuchen
  • und Bergen

der sogenannten "sprengkräftigen Kriegsrelikte" aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. In weiterer Folge werden die Kampfmittel entschärft, abtransportiert und später unschädlich gemacht. In besonders schwierigen Fällen werden Munitionsteile an Ort und Stelle vernichtet. Die Bergung von aufgefundenen Kriegsrelikten erfolgt kostenlos.

Seit Jahresbeginn und bis Ende August dieses Jahres gingen beim Entminungsdienst des Bundesheeres 756 sogenannte "Fund- und Wahrnehmungsmeldungen von Kriegsmaterial verschiedenster Art und aller Gefährlichkeitsgrade" ein, die rasch zu bearbeiten waren. 136 dieser Meldungen erfolgten im August. In diesem Monat wurden vom Entminungsdienst 1640,29 Kilogramm Kriegsmaterial einzeln geborgen, untersucht, beurteilt, abtransportiert und vernichtet.

Richtiges Verhalten bei verdächtigen Funden

Durch den leichtfertigen Umgang mit gefundener Munition sind schon viele Menschen zu Schaden gekommen. Findet man ein Objekt, dessen Herkunft und Beschaffenheit verdächtig erscheint, wird um folgende Vorgehensweise gebeten: 

  • Abstand halten
  • Annäherungen anderer Menschen und auch von Tieren verhindern
  • sofortiges Kontaktieren der nächsten Polizei-Dienststelle

Die Polizei verständigt den Entminungsdienst. Über dessen Dienststelle in Wien, die Außenstellen in Graz und Linz-Hörsching sowie einer 24-Stunden-Rufbereitschaft können die Spezialisten des Österreichischen Bundesheeres innerhalb kürzester Zeit vor Ort sein, um verdächtige Funde zu untersuchen und alle davon ausgehenden Gefahren für die Bevölkerung beseitigen.

Der Entminungsdienst ist eine selbstständige Dienststelle innerhalb der Heeresverwaltung, die seit 1. Jänner 2013 im Bundesministerium für Landesverteidigung angesiedelt ist.

Diesen Artikel teilen:
entgeltliche Einschaltung

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Live auf oe24.TV 1 / 10

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten