Mythen rund um E-Mobilität

Faktencheck

Mythen rund um E-Mobilität

Wir untersuchen die häufigsten Urteile und Vorurteile auf ihren Wahrheitsgehalt und legen die dahinterstehenden Fakten auf den Tisch:

1) Es gibt zu wenige Ladestationen! FALSCH!

Österreich verfügt mit rund 30 Lade- und Schnellladepunkten pro 100.000 EinwohnerInnen über das drittbeste Ladenetz innerhalb der EU. Über den Ö-Hub der Landesenergieversorger stehen heute schon österreichweit über 1.300 Ladepunkte zur Verfügung, die alle mit derselben App oder RFID-Karte verwendet werden können. 700 weitere sollen noch bis Ende 2017 folgen. Zusätzlich hat Smatrics das landesweite Schnellladenetz ausgebaut und wird in Zukunft entlang der West- und Südautobahn sogar Ultraschnellladung anbieten. Damit soll der Ladeprozess noch schneller gemacht werden.

E-Ladepunkte

2) Zu geringe Reichweite! FALSCH!

Die maximale Reichweite der meisten Elektroautos ist im realen Fahrbetrieb mit rund 150 bis 200 Kilometern noch verhältnismäßig kurz. Diese eignen sich daher aber gerade für den Pendlerverkehr und in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln. Laut Statistik fahren Österreichs AutofahrerInnen im Schnitt aber ohnehin nur 34 Kilometer pro Tag – mit den heute verfügbaren E-Autos also kein Problem! Zusätzlich kommen nun auch neue Elektroautos mit höherer Reichweite auf den Markt, bei gleichbleibenden Kosten.

3) So umweltfreundlich ist E-Mobilität auch nicht! FALSCH!

Die bei der Herstellung benötigte Energie muss man natürlich einrechnen, wenn man den Umweltfaktor eines Autos berechnen will. Und die ist bei E-Autos vor allem aufgrund der Batterie hoch, das stimmt. Die Ökobilanz eines E-Autos hängt aber stark von der Herkunft des getankten Stroms ab. Fakt ist: Wer Ökostrom tankt, fährt umweltfreundlich. Das ist gerade in Österreich einfach, da hier knapp 70 Prozent der Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Quellen stammen. Zusätzlich sind E-Autos lokal völlig emissionsfrei unterwegs. Das bedeutet: keine Schadstoffe vor Ort.

4) Unsere Verkehrsprobleme löst E-Mobility auch nicht! TEILWEISE RICHTIG.

Stau bleibt Stau, egal ob er durch Benziner oder E-Autos verursacht wird. Das E-Auto kann daher nur ein Puzzlestein im Verkehrssystem sein. Werden E-F ahrzeuge in Sharing-Konzepten oder im Taxibereich eingesetzt, tragen sie jedoch sehr wohl zur Lösung von Verkehrsproblemen bei. Denn ein Carsharing-Auto ersetzt bis zu acht private Autos.

5) Die Anschaffungskosten sind viel zu hoch! TEILWEISE RICHTIG.

Der Kaufpreis von Elektrofahrzeugen ist noch immer deutlich höher als der von Verbrennern. Doch Förderungen und Anreize machen den Kauf dennoch interessant. In Österreich werden private PKW, die ausschließlich mit Elektroantrieb oder Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, derzeit mit 4.000 Euro gefördert, und wer sich eine persönliche Stromtankstelle (Wallbox) installieren will, erhält zusätzlich einen Zuschuss von 200 Euro. Verkehrsministerium (bmvit), Umweltministerium (BMLFUW) und die Automobilimporteure investieren 72 Millionen Euro in die Zukunft der E-Mobilität.

Besitzt man einmal ein E-Fahrzeug, fangen jedoch die Einsparungen an: Viele Versicherer bieten für E-Autos deutlich günstigere Prämien an. Mangels mechanischer Verschleißteile wird die Wartung um rund 35 Prozent günstiger und auch die Treibstoffkosten verringern sich um rund 60 Prozent. Mit dem TCO-Rechner können Sie Ihre jährliche Einsparung individuell berechnen: e-connected.at/content/e-calculator

6) E-Bikes sind doch für ältere Menschen! FALSCH!

Der E-Bike-Markt wächst nach wie vor sehr dynamisch und die Zielgruppe wird immer jünger und breiter: Jedes fünfte in Österreich verkaufte Fahrrad hat einen E-Antrieb. Darunter sind immer mehr E-Mountainbikes und auch die Leih-E-Bikes werden vor allem im Tourismusbereich immer beliebter. Die sogenannten „Pedelecs“ haben einen E-Motor, der beim Treten dazugeschaltet werden kann. Sie sind für Distanzen bis etwa 15 Kilometer gut geeignet und können damit viele Autofahrten vermeiden.

7) E-Fahrzeuge sind doch lahm ... FALSCH!

Tatsache ist: Jede Person, die in ein Elektro-Auto einsteigt, steigt mit einem Lächeln wieder aus. Denn der Fahrspaß ist riesig! Mit dem Elektroantrieb gleitet man völlig laut- und vibrationslos dahin. Und auch das Beschleunigen funktioniert durch das hohe Drehmoment bereits aus dem Stand mit ordentlicher Power: Von 0 auf 100 km/h in weniger als 10 Sekunden ist bei den neuen E-Autos keine Seltenheit.

Bmvit

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