Autos und Infrastruktur werden sicherer

Tempo 140

Autos und Infrastruktur werden sicherer

Auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) startet mit 1. August 2018 das Pilotprojekt Tempo 140km/h auf zwei dreispurigen Abschnitten der A1 West Autobahn.

"Das Mobilitätsbedürfnis steigt und Autos wie Infrastruktur werden immer sicherer. Viele Lenkerinnen und Lenker wollen und sollen schneller vorankommen. Wir erhöhen das Tempo-Limit daher auf zwei Abschnitten der A1 sehr moderat", werden seitens des Ministeriums die Gründe für das Projekt genannt. Darüber hinaus stellt das BMVIT in Aussicht, dass "wenn alle Auswirkungen" dieses Pilotprojektes bekannt sind, "über 140 km/h auch auf anderen Strecken entschieden" wird.

Höhere Geschwindigkeiten erwünscht

Im Jänner dieses Jahres sprachen sich, im Rahmen einer Umfrage durch den Autofahrerclub ÖAMT ein Drittel der 1.977 Befragten für höhere Geschwindigkeiten auf Österreichs Autobahnen aus. Das vom BMVIT nun in einem Pilotprojekt eingeführte höhere Tempolimit auf zwei Streckenabschnitten der West Autobahn entspricht zweifelsohne diesem Wunsch.

"Autobahnen sind dazu da, sicher aber auch zügig voranzukommen. Wir glauben, dass unsere bestens ausgebauten, dreispurigen Abschnitte auch auf Tempo 140 ausgelegt sind - sofern man so schnell fahren will und es die äußeren Rahmenbedingungen erlauben", ergänzt Josef Fiala, Geschäftsführer ASFINAG Service GmbH, die Aussagen des Ministeriums dazu.

Verkehrssicherheit hat oberste Priorität

Die Auswahl der beiden Autobahn-Abschnitte in Nieder- und Oberösterreich erfolgte klar nach den Kriterien der Verkehrssicherheit. Die 88 nieder- und 32 oberösterreichischen A1-Kilometer mit Tempo 140 wurden vom Autobahnbetreiber ASFINAG gemeinsam mit externen Verkehrssicherheit-Experten ausgewählt. Sie weisen in punkto Kurvenradien, Gefälle und Sichtweiten die optimalen Voraussetzungen für das Pilotprojekt auf. Weiters sind die Strecken durch das Fehlen von Autobahn-Knoten sowie stark befahrenen Auf- und Abfahrten, die den Verkehrsfluss bei höherem Tempo-Limit beeinträchtigen können, gekennzeichnet.

Detaillierte Vorher-Nachher-Studien

Beim Pilotprojekt Tempo 140 gilt höchste Transparenz im Hinblick auf sämtliche Auswirkungen. Die ASFINAG begleitet die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit mit detaillierten Messungen. Konkret wurden und werden in den betroffenen Abschnitten - noch bei geltendem Tempo 130 - Luftgüte, Lärm, Durchschnittsgeschwindigkeiten und Unfallzahlen ermittelt.

Die gleichen Messungen folgen ab dem Start von Tempo 140, so dass bis 2019 Vergleichswerte vorliegen. Auf deren Grundlage kann das BMVIT die Entscheidung über eine Beibehaltung von Tempo 140 oder eine allfällige Ausweitung auf andere Autobahnen treffen.

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