Temporäre Freigabe des Pannenstreifens

Verkehrsmanagement

Temporäre Freigabe des Pannenstreifens

Die temporäre Freigabe des Pannenstreifens bei Überlastung wird seit Mitte Juli in Wien getestet. Auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, wird dieses innovative Verkehrsmanagement-Pilotprojekt von der ASFINAG auf der A4 Ost Autobahn in die Tat umgesetzt. Die Teststrecke verläuft über knapp vier Kilometer in Fahrtrichtung Ungarn zwischen der Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat.

"Der Verkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen steigt. Neben Bauvorhaben sind vor allem in Ballungsräumen neue Konzepte von Verkehrspolitik und Straßenbetreibern gefragt, um den Verkehr flüssig zu halten und Staus zu verringern. Die temporäre Freigabe des Pannenstreifens ist eine international bewährte Antwort auf die aktuellen Herausforderungen durch das steigende Mobilitätsbedürfnis", teilt das Ministerium dazu mit.

Ziel: Flüssigerer Verkehr und weniger Verkehr

Der Abschnitt der A4 ist eine typische zweispurige Autobahn in einem Ballungsraum, die zu den Stoßzeiten – aber nicht permanent – an der Belastungsgrenze ist. Anders als der Bau zusätzlicher Fahrspuren, ist hier die Pannenstreifen-Freigabe eine rasch umsetzbare und wirtschaftliche Möglichkeit für mehr Kapazitäten und weniger Stau. Dabei wird so vorgegangen: Stellen die Verkehrskameras - deren Anzahl im betroffenen Bereich auf 30 Stück erhöht wird - zähen Verkehr fest, schaut der ASFINAG-"Traffic Manager" vor Ort nach, ob der Pannenstreifen auch frei ist, bevor dieser freigegeben wird. 

Die Rettungsgasse wird durch die Freigabe des Pannenstreifens nicht beeinträchtigt. Die Sicherheit wird auf dem vier Kilometer langen Autobahn-Abschnitt mit zwei neuen Pannenbuchten gewährleistet. Lkw dürfen, im Fall einer Freigabe, nicht auf der schnellen, linken Spur fahren.

"Wir setzen auf Innovationen, damit unsere Kundinnen und Kunden gut und rasch ankommen. Unsere Ziele für die Lenkerinnen und Lenker sind höhere Kapazitäten, weniger Staus und gleichzeitig mehr Verkehrssicherheit“, so ASFINAG Vorstandsdirektorin Karin Zipperer.

Internationale Vorbilder

Erfahrungen aus den Niederlanden und Deutschland haben gezeigt, dass die Pannenstreifen-Freigabe zu rund fünf Prozent bis 20 Prozent weniger Stau führen. Auf mehr als 300 Autobahn-Kilometern in den Niederlanden werden Pannenstreifen regelmäßig bei Verkehrsüberlastung für den Individual-Verkehr geöffnet. In Deutschland wird diese zeitweise Spur-Öffnung auf 222 Autobahn-Kilometern erfolgreich praktiziert.

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