2,5 Billionen Verlust an den Börsen

Angst vor neuer Krise

2,5 Billionen Verlust an den Börsen

Auch am Freitag ging das Kursgemetzel an den Börsen weiter.

Die internationalen Finanzmärkte bleiben weiter auf Crash-Kurs: Nach den dramatischen Kursstürzen am Donnerstag setzten die größten Börsen der Welt auch gestern ihre Talfahrt fort. Der Flurschaden ist enorm: Der Börsen-Wert der größten Unternehmen der Welt schrumpfte innerhalb von nur einer Woche um 2,5 Billionen Dollar – das ist soviel wie die gesamte Wirtschaftsleistung von Frankreich, der zweitgrößten EU-Wirtschaft. Und ein Ende der Verluste ist weiter nicht in Sicht:

  • Wien seit 8 Tagen im Minus. An der Wiener Börse sackte der Leitindex ATX um weitere 3,1 Prozent ab. Damit verlor der ATX bereits am 8. Tag in Folge, allein in dieser Woche hat die Wiener Börse rund 13 % verloren. Besonders stark getroffen wurden diese Woche Banken- und Industrietitel: Die Erste Group verlor in nur einer Woche 14,9 Prozent, die Raiffeisen 13,8 Prozent, die Aktien der Voestalpine rasselten gar um mehr als 20 % in den Keller.
  • Europa-Börsen bluten : Ähnlich rasant ging es an den anderen europäischen Börsen in den Keller: Der deutsche DAX verlor am Freitag erneut 2,8 Prozent, an der Europa-Börse EuroStoxx50 gab es mit dem zehnten Tagesverlust in Folge die längste Negativserie der Geschichte.
  • Wall Street nervös: Und auch an der US-Börse Wall Street gab es nach dem Kursgemetzel vom Donnerstag (mehr als 4 % Minus) keine Entspannung. Zwar fielen die US-Arbeitsmarktdaten gestern besser aus als erwartet: Im Juli wurden 117.000 neue Jobs geschaffen. Die Achterbahnfahrt an der Wall Street setzte sich dennoch fort: Nach Verlusten drehte der Dow am Abend knapp ins Plus, das Wochen-Minus beträgt dennoch rund 10 Prozent.

Schuldenkrise & schwache Konjunktur sind schuld
Finanzexperten warnen nun bereits vor einer neuen Finanz-Krise: „Ich sehe einen ganz realen Hintergrund für diese Kurs-Abstürze. Es gibt eine große Angst und Verunsicherung“, erklärt Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer in ÖSTERREICH den aktuellen Börsen-Crash. Die Gründe:

  • Bruckbauer: „Die Schuldenkrise in Europa ist sicherlich der Hauptgrund.“ Die Risikoaufschläge für italienische und spanische Anleihen wurden gestern weiter angehoben. Griechenland und Portugal stecken weiter in der Rezession. Die Diskussion um die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms hatte das Kurs-Beben mit ausgelöst.
  • „Das mangelnde Problem-Management der Regierungen verschärft die Situation“, so Bruckbauer.
  • Dritter Grund: Die Konjunktur schwächt sich weltweit ab. Die Sparpakete machen die Märkte zusätzlich nervös.

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21:02 Uhr: Deutsche Aktien erholen sich im Späthandel
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Freitag im späten Handel deutlich von ihren zuvor erlittenen Abgaben erholt. Als Stütze erwies sich die Hoffnung auf beschleunigte Reformen in Italien, die die Indizes an der Wall Street ins Plus drehen ließ. Der L-DAX schloss bei 6.362,93 Punkten, nachdem der Leitindex DAX im Hauptgeschäft um 2,78 Prozent auf 6.236,16 Punkte abgerutscht war und so nach einer desaströsen Handelswoche zum achten Mal in Folge im Minus schloss.

20:25 Uhr: Sondertreffen der G7-Finanzminister
Angesichts der anhaltenden Euro-Krise hat Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi ein Sondertreffen der Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G-7) angekündigt. Dies habe er mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy abgesprochen, sagte Berlusconi am Freitagabend in Rom. Das Treffen werde "in ein paar Tagen" stattfinden.

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Silvio Berlusconi und Finanzminister Giulio Tremonti am 5. August in Rom - (c) Reuters

20:15 Uhr: Italien will schneller sparen
Unter dem Druck der schweren Finanz- und Schuldenkrise will Italien den Ausgleich des Haushalts schon 2013 statt 2014 erreichen. Auf diese Weise hofft die Regierung die spekulativen Angriffe zu stoppen, die Italien besonders hart getroffen haben, kündigte Premier Silvio Berlusconi in einer Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Giulio Tremonti am Freitagabend an. Die Umsetzung der Einsparungsmaßnahmen, die die Regierung vor drei Wochen verabschiedet hatte, soll daher vorverlegt werden. "Wir wollen die Umsetzung des Sparpakets um ein Jahr vorverlegen", so Tremonti.

19:50 Uhr: US-Börsen erholen sich leicht
Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag im Verlauf mit befestigten Kursen tendiert. Nach den Kurseinbrüchen am Donnerstag setzte die Wall Street zum Wochenschluss zu einer leichten Erholungsbewegung an. Bis 19.25 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index 147,21 Zähler oder 1,29 Prozent auf 11.530,89 Einheiten, nachdem der weltbekannteste Börsenindex am Vortag mit Konjunktursorgen um mehr als vier Prozent eingebrochen war.

19:40 Uhr: Merkel telefonierte mit Sarkozy
Angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy über die Schuldenkrise in Europa gesprochen. Beide hätten dazu am Freitag ein Telefonat geführt, sagte ein Regierungssprecher am Abend. Nach Angaben aus Regierungskreisen telefonierte Merkel im Anschluss daran noch mit den Regierungschefs anderer europäischer Länder.

19:33 Uhr: Italiens Parlamentarier aus Urlaub zurückgerufen
Wegen der gravierenden Finanz- und Schuldenkrise sind die italienischen Parlamentarier aus dem Urlaub zurückgerufen worden. Das Parlament, das seit Mittwoch für den Sommerurlaub geschlossen war, wurde am Freitagabend für eine Pressekonferenz von Premier Silvio Berlusconi und Wirtschaftsminister Giulio Tremonti wieder geöffnet. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, berief ein Treffen der Wirtschaftskommissionen kommende Woche ein.

19:10 Uhr: Zürcher Börse schließt erneut tiefer
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag erneut schwächer geschlossen. Nach einer markant tieferen Eröffnung hat der Markt die begonnene Erholung, die temporär in die Pluszone geführt hatte, im Verlauf des Nachmittags abgebrochen. Während besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten und eine festere Eröffnungsphase an der Wall Street noch gestützt und sich die Konjunkturängste etwas beruhigt hatten, drückten danach weitere Diskussionen um den EU-Krisenfonds und Spekulationen über eine mögliche Rating-Herabstufung der USA auf die Kurse, wie es unter Marktbeobachtern hieß.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 2,14 Prozent tiefer auf 5.172,06 Punkte; die Handelsbandbreite belief sich auf rund 230 Punkte.

19:01 Uhr: Moskauer Börse mit klaren Abschlägen
Die Börse in Moskau hat am Freitag mit deutlichen Kursverlusten den Handel beendet. Der auf US-Dollar Basis berechnete Leitindex RTS schloss mit 1.798,75 Punkten und einem Minus von 56,94 Einheiten oder 3,07 Prozent. Belastet hätten die am Vortag in der roten Zone gelandeten US-Börsen sowie schwache Indizes in Europa und Asien am Freitag, hieß es. Anleger hätten zudem Angst, dass das EU-Finanzproblem auf andere Regionen übergreife.

18:43 Uhr: DAX schließt mit sattem Minus
Die anhaltenden Konjunktur- und Schuldensorgen haben dem DAX einen der größten Wochenverluste in seiner über zwanzigjährigen Geschichte eingebrockt. Auch überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt reichten am Freitag nur für ein kurzes Strohfeuer. Der DAX schloss um 178,60 Punkte (minus 2,78 Prozent) tiefer auf 6.236,16 Einheiten und damit immerhin über seinem Auftakttief bei 6.152,62 Punkten, wo er den niedrigsten Stand seit Anfang Oktober 2010 markiert hatte. Auf Wochensicht brach das Börsenbarometer um knapp 13 Prozent ein.

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18:26 Uhr: Börse in London tief in der Verlustzone
Der Londoner Aktienmarkt ist im Einklang mit dem internationalen Umfeld mit klaren Abschlägen aus dem Handel gegangen. Gleich zu Handelsstart sorgten Rezessionsängste für Panikverkäufe und damit erneut für massive Kursverluste an den europäischen Börsen. Der besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht konnte am Nachmittag nur kurz für etwas Erholung sorgen. Der FT-SE-100 Index ging schließlich bei 5.246,99 Punkten und einem klaren Minus von 146,2 Einheiten oder 2,71 Prozent aus dem Handel.

18:25 Uhr: Starke Verluste auch in Warschau
Die Warschauer Börse hat auch am Freitag dem international äußerst schwachen Umfeld nicht trotzen können und wieder im tiefroten Bereich geschlossen. Der Leitindex WIG-20 reduzierte sich um 1,63 Prozent auf 2.447,21 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index schloss um 2,68 Prozent tiefer bei 41,551,30 Einheiten.

18:21 Uhr: Euro-Stoxx-50 klar im Minus
Der Aktienindex für die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, Euro-Stoxx-50, hat am Freitag mit 2.375,15 Punkten um 40,71 Zähler oder 1,69 Prozent schwächer geschlossen . Der breiter gefasste Euro-Stoxx Index, in dem mehr als 300 europäische Unternehmen gewichtet sind, ermäßigte sich um 3,78 Zähler oder 1,60 Prozent auf 232,83 Einheiten.

18:15 Uhr: Dax schließt tiefrot
Die anhaltenden Konjunktur- und Schuldensorgen haben dem Dax einen der größten Wochenverluste in seiner über zwanzigjährigen Geschichte eingebrockt. Der Index ist mit einem Minus von 2,78 Prozent bei 6236 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht brach das Börsenbarometer um knapp 13 Prozent ein. Der MDax sank am Freitag um 0,98 Prozent auf 9135 Punkte, der TecDax  verlor 0,91 Prozent auf 717 Punkte.

18:00 Uhr: Osteuropa-Index fiel um 1,80 Prozent
Der von der Wiener Börse ermittelte CECE-Index (CEX) für die Aktienbörsen in Budapest, Prag und Warschau ist heute, Freitag, auf Dollar-Basis gegenüber dem Vortag um 49,47 Punkte oder 1,80 Prozent auf 2.703,69 (zuletzt: 2.753,16) Punkte gefallen. Auf Euro-Basis schloss der CECE-Index mit einem Minus von 2,05 Prozent auf 1.904,72 Zählern.

17:55 Uhr: Spanien attackiert EZB
Spaniens Wirtschaftsministerin Elena Salgado hat die Europäische Zentralbank (EZB) für die "Verwirrung" auf den internationalen Finanzmärkten verantwortlich gemacht. Die am Donnerstag von EZB-Chef Jean-Claude Trichet gegebene Pressekonferenz sei "nicht die beste" gewesen und habe zu einer "gewissen Verwirrung" auf den Märkten geführt, sagte Salgado am Freitag dem Radiosender RNE.

17:45 Uhr: Wiener Börse schloss sehr schwach
Die Wiener Börse hat die Sitzung am heutigen Freitag bei hohem Volumen mit sehr schwacher Tendenz beendet. Der Fließhandelsindex ATX fiel gegenüber dem Donnerstag-Schluss (2.338,18) um 71,83 Punkte oder 3,07 Prozent auf 2.266,35 Zähler. Ein Großteil der Verluste resultierte bereits aus einem Kurssturz im Eröffnungshandel, in dem der ATX um bis zu 6,74 Prozent in den Keller rutschte.

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17:40 Uhr: Auch Budapest in den roten Zahlen
Die Budapester Börse hat die Sitzung am Freitag mit tieferen Notierungen beendet. Der ungarische Leitindex BUX sackte um 1,66 Prozent oder 334,01 Punkte ab und schloss bei 19.377,14 Einheiten. Das Handelsvolumen belief sich auf 27,09 (Vortag: 23,87) Mrd. Forint.

17:34 Uhr: Börsenschluss in Frankfurt: DAX -2,72 Prozent

17:33 Uhr: Börsenschluss in Wien:  ATX -2,85 Prozent


17:30 Uhr: Prager Börse schließt deutlich im Minus
Die Prager Börse ist am Freitag erneut mit deutlich tieferen Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex PX fiel um 2,53 Prozent und schloss bei 1.092,40 Einheiten. Das Handelsvolumen belief sich auf  3,92 (zuletzt: 1,85) Mrd. Kronen.

17:26 Uhr: Die Entwicklung von DAX und Dow Jones seit 2007
© dapd

(c) dapd

17:10 Uhr: Euro notierte im späten Handel fester
 Gestützt durch eine Erholung an den Anleihemärkten der Eurozonen-Peripherieländer hat der Euro am späten Freitagnachmittag im europäischen Devisenhandel gegen den US-Dollar fester gegenüber dem heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) notiert. Gegenüber den Richtwerten von Pfund und Franken büßte der Euro an Wert ein. Zum Yen konnte er sich etwas steigern.

Die Kurse zum Euro von 17 Uhr
Währung 17 Uhr Richtkurs heute heute 9 Uhr
US-Dollar 1,4193 1,4155 1,4090
Brit. Pfund 0,8661 0,8690 0,8659
Franken 1,0826 1,0847 1,0798
Yen 111,40 111,25 110,51


17:05 Uhr: Krisengipfel in Großbritannien
Auch in London herrscht Sorge über die Entwicklung auf den Aktienmärkten. Die Regierung will noch am Abend zu einer Krisensitzung zusammenkommen. An dem Treffen nehmen Vertreter des britischen Premierministers David Cameron, des Finanz-sowie des Außenministeriums teil. Cameron, sein Vize Nick Clegg und Finanzminister George Osborne sind derzeit im Urlaub, Finanzminister William Hague sitzt daher als derzeitiger Leiter der Regierung der Sitzung vor.

17:00 Uhr: Merkel telefoniert mit Sarkozy
Aus deutschen Regierungskreisen verlautete, Bundeskanzlerin Angela Merkel, zur Zeit auf Urlaub in Südtirol, werde nach einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy noch mit weiteren europäischen Regierungschefs sprechen. An der Gerüchtebörse in Berlin wird bereits kolportiert, die Kanzlerin könnte ihren Urlaub abbrechen.

16:55 Uhr: ATX erholt sich nicht
Der ATX tendierte auch am späteren Nachmittag klar im Minus - um 16:51 Uhr lag er bei 2.273,58 Punkten, das entspricht einem Minus von 2,76 %.

© Wiener Börse

(c) Wiener Börse

16:45 Uhr: US-Börsen im Minus
Die New Yorker Aktienbörsen haben am Freitag im Frühhandel nach einer anfänglichen Berg- und Talfahrt mit tieferen Kursen tendiert. Der US-Arbeitsmarktbericht konnte nur für ein sehr kurzes Aufatmen an den Märkten sorgen. Bis 16.30 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index 13,25 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 11.396,93 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 0,73 Punkte oder 0,06 Prozent auf 1.200,80 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 8,52 Punkte (minus 0,33 Prozent) auf 2.547,87 Einheiten.

16:41 Uhr: Nervosität in Rom
Nervosität angesichts der purzelnden Börsenkurse macht sich in Rom breit. Der angeschlagene italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat Regierungskreisen zufolge am Nachmittag eine Reihe von Krisentelefonaten geführt, unter anderem mit EU-Ratspräsident Van Rompuy und Spaniens Ministerpräsidenten Zapatero.

16:35 Uhr: US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae braucht Milliarden
Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae braucht erneut Milliardenhilfen. Nach einem weiteren hohen Quartalsverlust beantragte der verstaatlichte Konzern nach Angaben vom Freitag zusätzliche Mittel von 5,1 Mrd. Dollar (3,60 Mrd. Euro). Damit erhöhen sich die staatlichen Hilfen für das Unternehmen seit 2008 auf mehr als 104 Mrd. Dollar.

16:23 Uhr: Nur kurze Erholung

 Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben nach den schweren Kursstürzen an den Weltbörsen lediglich für ein sehr kurzes Aufatmen gesorgt. Gegen 16.00 Uhr drehten die Indizes rasch wieder ins Minus. Der Dow Jones notiert derzeit um etwa 0,3 Prozent schwächer. Auch der Nasdaq Index fiel wieder auf minus 1,3 Prozent.

16:00 Uhr: Wall Street startet im Minus

Auch in New York gibt es zum Börsenstart negative Nachrichten. Der Dow Jones verliert weitere 0,3 Prozent.

15:27 Uhr: US-Arbeitsmarkt lässt hoffen
Die überraschend guten Arbeitsmarktdaten sorgten für etwas Erleichterung an den weltweiten Börsen, die wegen Rezessionsängsten für die USA und der europäischen Schuldenkrise massiv unter Druck stehen.

15:11 Uhr: ATX weiter schwach
Die Wiener Börse hat sich am Nachmittag bei hohem Volumen mit sehr schwacher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.269,76 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 68,42 Punkten bzw. 2,93 Prozent.

14:29 Uhr: Pure Panik an den Börsen
Die Verunsicherung an den Finanzmärkten macht nicht nur Billionenwerte (ca. 2,5 Billionen Dollar sind verloren) zunichte. Viele Börsenanwärter trauen sich aus Furcht vor einer weltweiten Rezession und der Ausweitung der europäischen Schuldenkrise nicht mehr auf das inzwischen glitschige Parkett

14:10 Uhr: Aktien-Sturzflug seit 10 Tagen
Seit zehn Tagen befindet sich die New Yorker Börse schon auf Talfahrt, der Dow Jones-Aktienindex hat dabei 10,5 Prozent eingebüßt. An der vergleichsweise kleinen Wiener Börse ist der Absturz noch kräftiger ausgefallen: rund 16 Prozent hat der ATX in den letzten acht Handelstagen verloren.

14:02 Uhr: 2,5 Billionen Dollar
Die Panik an den Börsen hat weltweit 2,5 Billionen Dollar vernichtet. Experten warnen vor einer neuen Rezession.

13:22 Uhr: Spanien und Italien wackeln
Für Spanien und Italien wird die Finanzierung am Kapitalmarkt immer teurer. Sollten die dritt- und viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ebenfalls unter den Rettungsschirm schlüpfen müssen, hätte dies unabsehbare Folgen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso erwägt deshalb bereits eine Aufstockung des aktuellen Euro-Rettungsschirms.

13:12 Uhr: Wien zu Mittag
Der ATX notiert derzeit bei 2.273,9 Zählern, was einem Verlust von minus 2,75 Prozent entspricht.

12:48 Uhr: Leitbörsen in Fernost in der Verlustzone
Der Nikkei-225 Index in Tokio rutschte um 359,30 Zähler oder 3,72 Prozent auf 9.299,88 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 938,60 Zähler (minus 4,29 Prozent) auf 20.946,14 Einheiten.

12:41 Uhr: Börsen-Crash immens wie Frankreichs Wirtschaftsleistung
Der Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten macht Anleger weltweit um mehrere Billionen Dollar ärmer. Die Marktkapitalisierung aller im MSCI World Index gelisteten Unternehmen verringerte sich in der laufenden Woche um 2,5 Bill. Dollar (1.757 Mrd. Euro). Dies entspricht in etwa der Wirtschaftsleistung Frankreichs.

12:39  Uhr: Wien weiter im Minus
Nach der morgendlichen Panik an der Wiener Börse (Kursrutsch um minus 6 Prozent) ist die Tendenz weiter schlecht. Zwar hat sich der ATX ein wenig erholt, derzeit notiert er bei minus 3,94 Prozent:

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12:12 Uhr: Gefragt wie nie ist derzeit Gold und der Schweizer Franken
Der Euro rutscht auf ein neues Rekordtief zum Franken, und auch der Dollar hält sich nur knapp über seiner bisherigen Negativ-Marke von 0,7606 Franken. Der Goldpreis nähert sich wieder seinem Rekordhoch von 1681,67 Dollar je Feinunze.

11:52 Uhr: Anbei ein Überblick, wie das Chaos weltweit die Börsen im Griff hat:

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11:08 Uhr: Panik-Verkäufe in Asie:  Börsen im Minus
In Tokio brach der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 3,72 Prozent auf 9.299,88 Punkte ein und ging damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte März aus dem Handel. Auch der breit gefasste Topix rutschte um 3,07 Prozent auf 800,96 Punkte ab. Ein Marktteilnehmer sprach von Panik. Es herrsche die Furcht, dass das globale Wachstum unter den Schuldenlasten zum Erliegen komme. Auf Wochensicht verlor der Nikkei 5,4 Prozent, der Topix 4,8 Prozent.

11:33 Uhr: Wiener Börse weiter im Minus
Das vorläufige Tagestife entspricht einem Kursabsturz von satten 6,74 Prozent. Alle Börsenkurse (Wien und Europa) auf einen Blick finden Sie hier >>>

10:10 Uhr: ATX-Schwergewichte rasseln in den Keller
 Unter den Einzelwerten rutschen Intercell um fast 16 Prozent ins Minus. Schoeller-Bleckmann (SBO) stürzen um fast 14 Prozent ab und Strabag bauen ein Minus von mehr als zwölf Prozent. Unter den ATX-Schwergewichten verlieren OMV mehr als acht Prozent und Andritz mehr als sechs Prozent. Die heimischen Bankaktien Erste Group und Raiffeisen liegen um jeweils etwa fünf Prozent tiefer.

10:00 Uhr: Mailand meldet minus vier Prozent
 Die Mailänder Börse rutscht weiter ab: Der Aktienindex FTSE MIB verzeichnet derzeit einen Rückgang von fünf Prozent.

09:34 Uhr: Der aktuelle ATX-Chart: Wiener Börse sackt sechs Prozent ab.

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09:26 Uhr: Auch Dax im freien Fall
Der DAX in Frankfurt notiert  um 3,47 Prozent tiefer bei 6.193,23 Einheiten.

09:17 Uhr: Kursgemetzel in Wien
Die Wiener Börse ist kurz nach dem Handelsstart abgestürzt. Der Fließhandelsindex ATX rasselte bis 9.15 Uhr um 5,73 Prozent auf 2.204,14 Einheiten ins Minus.

09:09 Uhr: Wiener Börse tiefrot! ATX rutscht fast sechs Prozent ab.

08:47 Uhr: "Blutbad"
Der gestrige Kursrutsch an der Wall Street und in Europa lässt den Börsianern den Atem stocken. Händler sprechen gar von einem "Blutbad". Analysten machen neue Befürchtungen um eine noch größere Dimension der Schuldenkrise in der Euro-Zone sowie die massiven Haushaltsprobleme der USA für den Sturzflug der Börsen verantwortlich.

08:44 Uhr: Euro-Stoxx: Minus 10 Prozent in 1 Woche
Auch nach einem Minus von fast 10 Prozent im Euro-Stoxx-50 im Wochenverlauf dürfte sich der freie Fall am Freitag fortsetzen. Der Future auf den Leitindex lässt eine um 2,90 Prozent tiefere Eröffnung erwarten. Den britischen FT-SE-100 taxierte Cantor Partners um 1,85 Prozent niedriger.

08:34 Uhr:
Düster ist die Prognose der Reuters-Experten für den heutigen Tag: Sie gehen davon aus, dass DAX und ATX weiter abrutschen werden.

07:51 Uhr: Ölpreis im freien Fall
Der US-Ölpreis hat seine Talfahrt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen vor einer schwachen US-Wirtschaft und der europäischen Schuldenkrise am Freitag weiter fortgesetzt. Im asiatischen Handel rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im September weiter ab und stand bei 85,60 US-Dollar (60,2 Euro). Das sind 1,03 Dollar weniger als am Vortag.