Renault-Fiat-Fusion: Sorge in Frankreich

Nicht ohne Arbeitsplatzgarantie

Renault-Fiat-Fusion: Sorge in Frankreich

Die französische Regierung besteht bei der geplanten Fusion von Renault mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler auf Arbeitsplatzgarantien. "Ich habe dem Renault-Chef sehr deutlich gesagt, dass es die erste der Garantien ist, die ich von ihm bei der Aufnahme dieser Verhandlungen wollte", sagte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire am Dienstag dem Radiosender RTL.

Forderungen

Er wolle eine Garantie für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Industrieanlagen in Frankreich. Zudem müsse Frankreich im neuen Vorstand vertreten sein. Als weitere Forderung machte Le Maire geltend, dass der neue Konzern führend bei der Entwicklung von Batterien für Elektroautos sein müsse.

Staatsanteil halbiert

Der französische Staat ist mit 15 Prozent an Renault beteiligt. Bei einem Zusammenschluss würde sich der Anteil auf 7,5 Prozent halbieren, sagte Le Maire. Wegen schärferer Klimavorgaben und steigender Kosten für die Entwicklung von umweltfreundlicheren Motoren und E-Autos steigt auf die Hersteller schon längere Zeit der Druck, Kooperationen und Fusionen zu suchen. Fiat Chrysler und Renault gehen nach eigenem Bekunden davon aus, ihre Kosten nach einem Zusammenschluss um jährlich fünf Mrd. Euro zu senken. Damit hätten sie dann auch mehr Geld für Investitionen in die E-Mobilität zur Verfügung.

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