Begründung: Hohe Unfallhäufigkeit

Section Control auf Umfahrung Klagenfurt startet

Ab Montag (3. August) müssen Autofahrer im Bereich der Autobahnumfahrung Klagenfurt auf ihr Tempo achten. Die Asfinag hat im Bereich des Ehrentalerbergtunnels eine Section Control installiert. Asfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl begründete vor Journalisten die Auswahl des Tunnels mit der dort registrierten hohen Unfallhäufigkeit. Ebenfalls in Betrieb genommen wird eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA).

Die Section Control war bisher auf der Tauernautobahn installiert gewesen, sie diente zur Abwicklung des Pilotprojekts "Tempo 160", das der damalige Infrastrukturminister Hubert Gorbach (B) 2006 initiiert hatte. Mit dem Aus für das Pilotprojekt war die Anlage dort nicht mehr notwendig, sie wurde mit einem Kostenaufwand von 200.000 Euro nach Klagenfurt verlegt.

Rund 3,5 Kilometer ist der Ehrentalerbergtunnel lang. Für die Durchfahrt mit Tempo 100 braucht man genau zwei Minuten und zwei Sekunden. Fährt jemand zu schnell, wird das Foto seines Fahrzeugs gespeichert und an die Verkehrsabteilung der Polizei übermittelt. Die Daten aller anderen Fahrzeuge werden sofort gelöscht. "Wir erfüllen alle datenschutzrechtlichen Voraussetzungen", betonte Schedl.

Die VBA wird den Verkehr auf der Nordumfahrung der A2 steuern. Sieben Anzeigequerschnitte, sechs Kameras sowie 17 Verkehrsdatenerfassungen und zwei Straßenwetterstationen wurden errichtet, insgesamt wurden 2,5 Millionen Euro investiert. Ab September, wenn die entsprechende Verordnung erlassen ist, wird damit das Tempolimit auch nach den Immissionsschutz-Bestimmungen reguliert. Tempo 100 werde nur noch dann verordnet, wenn die Feinstaub-Grenzwerte dies erforderten, sagte Schedl. Bisher hatte in den Wintermonaten aus Immissionschutzgründen ein generelles Tempolimit gegolten.

Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler (B) begrüßte den Einsatz der Section Control. Aus Sicherheitsgründen sei es sinnvoll, die Autofahrer "mit angepasster Geschwindigkeit sicher durch den Tunnel zu leiten".