Noch wird an der Strategie gefeilt

VW könnte Lkw-Geschäft in Sparte bündeln

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Der VW-Konzern will seine Lkw-Marken in einer Sparte zusammenfassen. "Daraus wird ein integrierter Mehr-Marken-Nutzfahrzeugbereich entstehen", sagte Konzernvertriebschef Detlef Wittig am Donnerstagabend (18.9.) bei einer Veranstaltung in Hamburg.

Europas größter Autobauer hält die Mehrheit an dem schwedischen Lkw-Konzern Scania, der bereits als neunte Marke zu dem Wolfsburger Konzern gehört. Zudem besitzt Volkswagen knapp 30 Prozent an MAN und verfügt unter der Marke VW über ein eigenes Geschäft mit Transportern und Lieferwagen. Das Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen in Südamerika hatte Volkswagen unlängst an MAN abgetreten.

Geplant sei, das Lkw-Geschäft stärker in den VW-Konzern zu integrieren. "Daran arbeiten wir", sagte Wittig. Die Strategie sei aber noch nicht fertig, das brauche auch noch eine Weile.

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt zur Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die von ihm angestrebte Lkw-Allianz sei in der Absatzkrise leichter durchzusetzen. Er hatte offengelassen, ob dazu eine höhere Beteiligung an MAN nötig wäre. Die Übernahmefantasie hatte die Aktie des Münchener Lastwagenkonzerns vorübergehend auf ein Jahreshoch steigen lassen.

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