Alexander Baetz

Digital-Experte

Warum du noch heute Google Chrome löschen solltest

Ein Großteil unseres digitalen Lebens spielt sich im Browser ab. Umso schockierender ist es, dass viele populäre Browser ihre Nutzer ausspionieren und munter Daten sammeln, genutzt werden sie dennoch. Dieser Artikel zeigt, welche Browser unbedingt gemieden werden sollten. 

Viele Nutzer machen sich keine großen Gedanken darüber, welchen Browser sie nutzen. Auf PCs, Laptops und Smartphones sind sie bereits vorinstalliert und werden dann auch genutzt. Was einerseits komfortabel ist, kann andererseits eine Bedrohung für die Privatsphäre sein.

Denn Chrome, Edge und viele weitere bekannte Browser sind alles andere als gut für die Privatsphäre. Sie sammeln an jeder Ecke Daten, die dann in den Händen der populären Betreiber liegen. Was damit dann genau geschieht, kann man nur erahnen.

Das sind die schlimmsten Browser

Viele Browser versprechen das Blaue vom Himmel. Dass sie ihre Nutzer aber auch tracken und regelrecht überwachen, vergessen sie zu erwähnen. Zusätzlich werden sie mit personalisierter Werbung bespielt, damit Unternehmen ihren Profit steigern. In einigen Fällen werden die gesammelten Daten sogar verkauft. Deshalb haben wir eine Übersicht von den fünf Browsern zusammengestellt, von denen man besser die Finger lassen sollte.

Google Chrome: Die Datenkrake schlechthin

Google Chrome ist einer bekanntesten und am häufigsten verwendeten Browser der Welt. Das liegt vermutlich daran, dass Google als Unternehmen vielen Menschen ein Begriff, der Browser auf vielen Geräten vorinstalliert und die Bedienung so simpel ist. In Bezug auf die Privatsphäre schneidet er jedoch katastrophal ab.

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Denn Google ist eines der Unternehmen, das munter Nutzerdaten sammelt und an jeder Ecke Tracker platziert. Es wird deshalb gerne auch Datenkrake genannt. Wer diesen Browser verwendet, muss damit rechnen, dass jeder Klick überwacht wird. Das gilt im Übrigen auch für die Suchmaschine des Unternehmens. Auch hier sollte man sich mal nach einer Alternative umschauen.

Microsoft Edge: Leider closed-source

Bei Microsoft Edge gibt es das gleiche Problem. Der Betreiber Microsoft wird seit Jahren dafür kritisiert, große Mengen an Nutzerdaten zu sammeln. Es gab diesbezüglich sogar auch schon einen Skandal: 2018 wurden demnach Daten erfasst, obwohl Nutzer dies ausdrücklich untersagt hatten.

Es sieht so aus, als sollten sie durch die verschiedenen Optionen zur Datenerfassung beruhigt werden. Da der Browser aber closed-source ist und somit niemand den Quellcode einsehen kann, kann nicht bestätigt oder belegt werden, ob Nutzerdaten tatsächlich gesammelt werden oder nicht. Zudem will das Unternehmen seine Mitarbeiter in ihren Büros ausspionieren – ein absolutes No-Go!

Safari: Der Browser von Apple

Safari ist der Browser von Apple und somit auf allen Macs, iPhones und iPads vorinstalliert. Viele Nutzer vertrauen diesem blind, anstatt ihn auszutauschen. Das ist aber nötig, denn Apple wurde dabei erwischt, wie im Inkognito-Modus der Verlauf gespeichert wurde, was eigentlich nicht passieren dürfte.

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Hinzu kommt, dass die Updates in relativ großen Zeitspannen veröffentlicht werden, was es für Hacker deutlich leichter macht, Sicherheitslücken zu finden und auszunutzen.

Opera: Von chinesischem Unternehmen betrieben

Der Browser Opera wird von einem chinesischen Unternehmen betrieben. In Europa können wir nicht darauf vertrauen, dass dort sorgsam mit der Privatsphäre der Nutzer umgegangen wird. Zudem sind auch hier die Updates sehr unregelmäßig, was zu Sicherheitsproblemen führen kann.

Da die Hintergründe bei einem chinesischen Betreiber nicht ganz klar sind, sollte auch dieser Browser mit Vorsicht genossen werden.

Vivaldi: Solide, basiert aber auf Google

Vivaldi ist soweit ein solider Browser: Das Problem ist jedoch, dass er mit den Servern von Google kommuniziert: Vivaldi nutzt nämlich die Sicherheits-Services des Unternehmens. Das ist in Bezug auf die Privatsphäre problematisch, da Google ja für das Sammeln von Daten bekannt ist.

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Es ist somit nicht auszuschließen, dass das Unternehmen Zugriff auf die Nutzerdaten von Vivaldi erhält. In der Datenschutzerklärung bestätigt sich außerdem, dass Nutzer mit einer einmaligen ID ausgestattet und darüber getrackt werden. Deshalb heißt es auch in diesem Fall: Finger weg!

5 Merkmale eines guten Browsers + Empfehlungen

Aber was ist denn nun ein guter Browser? 5 Merkmale sind dabei besonders wichtig:

  1. Funktionsumfang
  2. Benutzerfreundlichkeit
  3. Schnelligkeit
  4. Sicherheit
  5. Privatsphäre

Neben den zahlreichen schlechten Browsern gibt es aber auch einige gute Alternativen, zum Beispiel Brave. Der Brave Browser erfüllt alle 5 Merkmale eines guten Browsers. Es gibt umfangreiche Sicherheitsfeatures, mit denen Nutzer wirklich gut geschützt sind. Die Privatsphäre, die bei vielen anderen Anbieter das große Problem ist, steht bei Brave im Vordergrund. Es gibt verschiedene Einstellungsmöglichkeiten und sogar Tracker können blockiert werden.

Eine weitere Empfehlung ist Mozilla Firefox. Der Browser wird von einer gemeinnützigen Organisation betrieben, die ihr Geld eben nicht mit dem Verkauf von Daten verdient. In Bezug auf die Sicherheit und die Privatsphäre gibt es umfangreiche Funktionen. Somit sind alle Merkmale eines guten Browsers erfüllt.

Vorinstallierte Browser deinstallieren und auf sichere Alternativen umsteigen

Oftmals sind es die vorinstallierten Browser, wie Chrome und Safari, die besonders schlecht für die Privatsphäre sind. Deshalb gilt: Ist auf einem Gerät bereits ein unsicherer Browser eingestellt, dann sollte dieser gewechselt werden. Dafür sind Brave und Firefox zwei sehr gute Alternativen.