Euro-BIP geht um 0,4 Prozent zurück

EU-Herbstprognose

Euro-BIP geht um 0,4 Prozent zurück

Für Österreich wird ein leichtes Wirtschaftswachstum bestätigt.

Die EU-Kommission hat in ihrer Herbstprognose die düsteren Wirtschaftsprognosen für das laufende Jahr bestätigt und die Voraussagen gegenüber dem Frühjahr sogar etwas zurückgefahren. Die Rezession wird sich demnach sogar leicht verschlechtern. Statt einer Schrumpfung des BIP der Eurozone von 0,3 Prozent wird nunmehr ein Rückgang für 2012 von minus 0,4 Prozent vorausgesagt. In der EU-27 hat sich die Lage noch deutlicher verschlechtert. War im Frühjahr noch ein Nullwachstum erwartet worden, wird nun ein Rückgang von 0,3 Prozent vorhergesagt.

Erholung für 2013
Gleichzeitig rechnet die EU-Kommission für 2013 mit einer leichten Erholung. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone soll dann 0,1 Prozent betragen, in der EU-27 lautet die Prognose für das nächste Jahr plus 0,4 Prozent. Für 2014 sollte ein "kräftigeres und gleichmäßigeres Wachstum" möglich sein, wobei die Herbstprognose von 1,6 Prozent Plus der Wirtschaftsleistung in der EU und von 1,4 Prozent Plus in der Währungsunion ausgeht.

Österreich mit Wachstum
Für Österreich wird nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Brüsseler Behörde das BIP mit 0,8 Prozent gleich hoch bleiben. Für 2013 wird für die Alpenrepublik dann ein leichter Anstieg auf plus 0,9 Prozent vorausgesagt.

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EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn erklärte, Europa durchlaufe eine schwierige Phase des Abbaus makroökonomischer Ungleichgewichte, die noch eine Weile andauern werde. Die Wachstumsaussichten für Europa würden sich Anfang 2013 "allmählich aufhellen". Durch "wichtige politische Weichenstellungen wurde der Grundstein für ein wieder erstarkendes Vertrauen gelegt". Die Spannungen an den Märkten seien "gelindert" worden, Selbstzufriedenheit sei aber fehl am Platz. Wesentlich werde es sein, eine solide Finanzpolitik mit Strukturreformen zu verknüpfen, um die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum zu schaffen, das eine Senkung der Arbeitslosigkeit von ihrem "derzeit untragbar hohen Stand ermöglicht".