Europas Leitbörsen am Vormittag mit Abschlägen

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Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstagvormittag mit Verlusten tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.50 Uhr mit minus 0,57 Prozent bei 3.176,24 Einheiten.

Unter der Vielzahl der europäischen Konjunkturdaten dürften vor allem die Inflationszahlen an den Märkten Beachtung finden, hieß es von Marktbeobachtern. In Spanien sind die Verbraucherpreise im August etwas weniger als erwartet gefallen. Gemessen am europäischen Index HVPI lagen die Preise um 0,5 Prozent niedriger als im Vorjahr, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid mitteilte.

Am frühen Nachmittag werden auch deutsche Zahlen zur Preisentwicklung vorgelegt. Sollten sich die Preise im August wie erwartet unverändert zeigen, könnte dies den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) für geldpolitische Lockerungen erhöhen, um Deflation zu vermeiden.

Essilor zogen an der Spitze des Euro-Stoxx-50 um 4,98 Prozent an. Anleger reagierten damit besonders positiv auf die jüngsten Geschäftszahlen und Prognosen des Brillenglasherstellers. Das Unternehmen hatte seinen bereinigten Gewinn im ersten Halbjahr um 11 Prozent gesteigert und peilt nun für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von mehr als 13 Prozent an.

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Um die brasilianische Internet-Tochter Global Village Telecom (GVT) des französischen Mischkonzerns Vivendi ist ein Bieterwettstreit entbrannt. Die Telecom Italia (minus 0,17 Prozent) legte am Donnerstagmorgen ein Angebot in Höhe von 7 Mrd. Euro vor. Kurz darauf erhöhte die spanische O2-Mutter Telefonica (minus 0,45 Prozent) ihr Angebot von 6,7 auf 7,45 Mrd. Euro.

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