Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Minus

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Donnerstag nach volatilem Verlauf überwiegend im roten Bereich beendet. Begründet wurden die Abschläge vor allem mit Gewinnmitnahmen sowie mit skeptischen Äußerungen von EZB-Chef Draghi. Auch der Euro geriet im Handelsverlauf stark unter Druck.

Die EZB hat den Leitzins im Euroraum erstmals unter 1,0 Prozent gesenkt. Der Zins wird um 0,25 Punkte auf 0,75 Prozent verringert. Der Zins für Übernachteinlagen bei der EZB wird ebenfalls um 25 Basispunkte auf null Prozent reduziert. Die meisten Volkswirte hatten diesen Schritt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Rezession erwartet, so dass er die Märkte nicht weiter beflügeln konnte. Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinssenkung hatte EZB-Chef Draghi gesagt, dass sich die Wirtschaftsschwäche fortsetzen dürfte.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Banksektor als mit Abstand größten Verlierer. Schwächer tendierten auch Versorger sowie Aktien aus dem Rohstoffbereich und Versicherer.