Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Minus

Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag überwiegend mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 gab 29,14 Einheiten oder 1,07 Prozent auf 2.702,98 Zähler ab. Bereits zu Handelsstart drückten die schwachen US-Wachstumsdaten vom Vortag auf die Stimmung. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen indessen gemischt aus.

Im Fokus standen heute vor allem Unternehmensbilanzen. Wegen Rückstellungen für faule Kredite 2012 musste Banco Santander einen Gewinneinbruch von fast 60 Prozent verbuchen. Der Nettogewinn sank auf 2,21 Mrd. Euro. Banco Santander sackten um 3,45 Prozent auf 6,179 Euro ab.

Dagegen führten UniCredit die Kursliste mit Plus 2,99 Prozent auf 4,756 Euro an. Gleich dahinter rangierten Deutsche Bank, die Titel legten 2,85 Prozent auf 38,21 Euro zu. Das Kreditinstitut musste zwar hohe Konzernverluste zum Jahresende hinnehmen. Analysten zeigten sich jedoch positiv überrascht von der stärkeren Kapitalsituation, hieß es aus dem Handel.

Ans Ende des Euro-Stoxx-50 rutschten dagegen Anheuser-Busch mit einem klaren Minus von 7,79 Prozent auf 63,90 Euro ab. Die 20 Milliarden Dollar schwere Übernahme des mexikanischen Bierbrauers Modelo ("Corona") durch den belgischen Branchenprimus Anheuser-Busch ("Beck's") gerät ins Stocken. Die US-Wettbewerbshüter fürchten, dass die amerikanischen Verbraucher dann mehr fürs Bier zahlen müssen. Deshalb hat das Justizministerium vor dem US-Bezirksgericht in Washington eine Klage eingereicht, um das Vorhaben zu stoppen.