Europas Leitbörsen zu Mittag ohne klare Richtung

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag am frühen Nachmittag mit überwiegend Aufschlägen tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 legte 15,68 Einheiten oder 0,52 Prozent auf 3.056,37 Punkte zu.

Die Verunsicherung nach der Fed-Zinsentscheidung scheint etwas verflogen zu sein, kommentierte ein Marktbeobachter die Trendwende am späten Vormittag. Im Frühhandel hatten negative Vorgaben aus Übersee belastet. Börsianer kritisierten nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed ihre ultra-lockere Geldpolitik fortzusetzen vor allem den Mangel an Klarheit der Fed-Aussagen und wie wenig Bedeutung die Ratsmitglieder den Auswirkungen des Verwaltungsstillstandes in den USA beigemessen hätten.

Von Unternehmensseite zogen einige Schwergewichte mit Quartalszahlen das Interesse der Anleger auf sich. Den Spitzenplatz im Euro-Stoxx-50 übernahmen BNP Paribas mit plus 3,05 Prozent, nachdem die französische Großbank ihren Gewinn überraschend steigern konnte.

Ölwerte zählten zu den größten Verlierern, da Total und Shell mit ihren Quartalsberichten enttäuscht hatten. Europas drittgrößter Ölkonzern Total (minus 0,41 Prozent) kämpft mit dem starken Euro und einem weiter schwachen Geschäft in der Weiterverarbeitung. Shell (Kategorie B) büßten in London 4,57 Prozent ein.

Ein schwaches Nordamerika-Geschäft und der starke Euro haben den weltgrößten Kosmetikhersteller L'Oreal im dritten Quartal ausgebremst. Die Papiere fielen 1,18 Prozent.