Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Mittagshandel uneinheitlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich 0,21 Prozent.

Der gute Start in die US-Berichtssaison konnte an den Börsen keine nachhaltigen positiven Impulse geben. Stattdessen rückten wieder die anhaltenden Konjunktursorgen und die zahlreichen Konfliktherde in der Welt von Afghanistan über den Irak und Israel bis zur Ukraine ins Blickfeld. Im Fokus steht auch die am Abend anstehende Veröffentlichung der "Fed Minutes", dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung. Zudem blicken Börsianer auch auf den portugiesischen Rentenmarkt, an dem sich die Risikoaufschläge wegen Sorgen um die Banco Espirito Santo ausweiteten.

In einer Branchenbetrachtung präsentierten sich Chemiewerte und die Aktien von Nahrungsmittelherstellern am freundlichsten. Eine Kursschwäche gab es hingegen in den Bereichen Automobil und Finanzdienstleistern zu sehen.

Die Aktien der Lufthansa machten einen Teil ihrer deutlichen Vortagesverluste wieder wett und legten um 1,43 Prozent zu. An diesem Mittwoch nun wird der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Kürze seine Strategie vorstellen, mit der er Europas größten Luftverkehrskonzern profitabler machen will. E

Sodexo knickten um 3,2 Prozent ein. Die Papiere des weltweit zweitgrößten Cateringunternehmens litten unter schwachen Absatzzahlen. Der berichtete 9-Monatsumsatz des französischen Unternehmens verfehlte die Analystenerwartungen.

Admiral Group ermäßigten sich um satte 5,3 Prozent. Der britische Autoversicherer gab für heuer einen enttäuschenden Ausblick auf die Gewinnmargen.

Aktien der Portugal Telecom brachen um sieben Prozent ein. Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES kritisierte die Gestaltung eines Schuldpapieres, das die Banco Espirito Santo für die Portugiesen ausgegeben hat.