ATX Five ziehen Leitindex am Mittwoch ins Minus

Gutes Volumen; ATX -1,43 %. voestalpine verlieren 2,6 % - ATX Five geschlossen rot.

Abschläge bei Aktien wie der OMV, voestalpine und Raiffeisen International hatten den ATX im Tagesverlauf deutlich in die Verlustzone gezogen, der heimische Leitindex war unter die Marke von 2.700-Punkte gerutscht. Angetrieben von einer festen Frühtendenz an den US-Börsen konnte der ATX seine Verluste im Späthandel jedoch noch etwas eingrenzen, dennoch schlossen alle ATX Five-Werte im roten Bereich.

Am Ende des ATX verloren die Werte der voestalpine 2,62 % auf 25,62 Euro. In einem überwiegend schwachen europäischen Stahlsektor standen die Aktien im gesamten Sitzungsverlauf unter Abgabedruck. Die Analysten der RCB haben ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel wurde hingegen auf 29,5 Euro angehoben.

Auch die anderen Schwergewichte aus dem ATX Five gerieten deutlich unter Verkaufsdruck. OMV ermäßigten sich um 2,44 % auf 29,60 Euro. Unter den Bankenwerten gingen Raiffeisen International mit einem Abschlag von 2,29 % bei 46,17 Euro aus dem Handel. Die Analysten der UBS empfehlen in einer aktuellen Analyse die Aktie zum Verkauf, das Kursziel wird bei 38 Euro gesehen. Den Experten der Schweizer Großbank zufolge ist der Aktienkurs zu schnell gestiegen. Erste Group fielen um 1,03 % auf 30,6 Euro und Telekom Austria um 1,63 % auf 12,05 Euro.

Die Aktien des Anlagenbauers Andritz schlossen mit einem Minus von 2,51 % auf 36,94 Euro. Im Rahmen ihrer "Capital Markets Days" in Spanien hat der Andritz-Chef Wolfgang Leitner vor Analysten und Investoren davon gesprochen, dass der Anlagenbauer sein Umsatzziel 2010 verfehlen werde. Auch die Ziele für 2011 seien wahrscheinlich ebenfalls ein wenig zu hoch.

Sowohl größere Gewinne als auch Verluste gab es bei den heimischen Immobilienwerten. Während Immoeast und Immofinanz die größten Tagesgewinner im prime market stellten, rutschten CA Immo International und Conwert ans untere Ende.

Immoeast verteuerten sich um 4,68 % auf 4,70 Euro und Immofinanz um 2,98 % auf 3,11 Euro. Die Aktienexperten der UniCredit haben in ihrer jüngsten Studie die Anlageempfehlung "Buy" für Immoeast-Titel bestätigt. Das Zwölfmonats-Kursziel heben die Experten hingegen von 5,1 auf 6,0 Euro an.

Auf der Gegenseite gaben die Conwert-Anteilsscheine um 4,06 % auf 9,21 Euro nach und CA Immo International schlossen mit einem Abschlag von 3,87 % bei 5,71 Euro.

Am Tag der Ergebnisvorlage schlossen die Aktien von AT&S unverändert bei 6,40 Euro. Der steirische Leiterplattenhersteller hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 im Konzern einen Verlust von 49,9 Mio. Euro ausgewiesen. In einer Ersteinschätzung bewertete ein Händler jedoch den Ausblick als sehr positiv.

Semperit verloren 0,6 % auf 24,75 Euro. Die UniCredit hat ihr Kursziel von bisher 26,5 auf nunmehr 29,0 Euro nach oben gesetzt. Die Kaufempfehlung "buy" wurde von den Experten bestätigt, da sie einen sehr positiven Effekt von dem defensiven Geschäft mit Untersuchungshandschuhen erwarten, der die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise mehr als ausgleichen sollte.