Börse Tokio schließt im Minus

Wegen Yen-Kritik

Börse Tokio schließt im Minus

Der Nikkei-225 Index sank 133,45 Punkte oder 1,18% auf 11.173,83 Zähler

Der Druck auf Japan, die Abwertung des Yens zu stoppen, steigt. Der Tokioter Aktienmarkt hat die zuletzt geäußerte Kritik mit einem Minus von mehr als einem Prozent aufgenommen. Der Nikkei-225 Index sank 133,45 Punkte oder 1,18 Prozent auf 11.173,83 Zähler. Der Topix Index schloss mit 942,41 Einheiten und einem Verlust von 12,47 Punkten oder 1,31 Prozent. 161 Kursgewinnern standen 965 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 34 Titel.

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen laut einem Agenturbericht ein Bekenntnis zu freien Wechselkursen abgeben und der gezielten Abwertung von Währungen eine Absage erteilen. Japan steht in der Kritik, den Yen bewusst zu schwächen, um die Exporte billiger zu machen und so die Wirtschaft anzukurbeln. Außerdem verdichteten sich die Anzeichen, dass in Kürze ein neuer Notenbankchef ernannt werden könnte. Medienberichten zufolge ist der frühere stellvertretende Gouverneur, Toshiro Muto, der Favorit auf den Chefposten.

Der Yen legte den vierten Tag in Folge zu. Das belastete unter anderem die Aktien von Sony (minus 1,87 Prozent auf 1.313 Yen) und Sharp (minus 3,96 Prozent auf 315 Yen) sowie einige Autohersteller. Yamaha Motors verloren 5,67 Prozent, Honda 1,57 Prozent und Toyota 1,87 Prozent. Eine starke japanische Währung lässt die Übersee-Profite der Exporteure schrumpfen.

Im Vergleich zur Yen-Diskussion hatten aktuelle Konjunkturdaten wenig Einfluss auf die Börsenkurse. Die Industrieproduktion in Japan ist im Dezember etwas weniger als zunächst ermittelt gestiegen. Die Produktion ist um 2,4 Prozent zum Vormonat nach oben geklettert.

Mit Unternehmensnachrichten standen die Titel des Antivirus-Software-Herstellers Trend Micro im Fokus. Die Aktien verloren 6,08 Prozent auf 2.581 Yen, nachdem das Unternehmen mitteilte, dass der Nettogewinn um 23 Prozent eingebrochen sei.