Europas Börsen einheitlich schwächer

Zu Mittag

Europas Börsen einheitlich schwächer

Euro-Stoxx-50 verlor 20,96 Einheiten oder 0,82% auf 2.520,64 Punkte.

Belastet durch Gewinnmitnahmen haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch zu Mittag einheitlich schwächer tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.45 Uhr mit 6.836,96 Punkten und einem Abschlag von 71,22 Einheiten oder 1,03 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London ermäßigte sich um 25,3 Zähler oder 0,43 Prozent auf 5.902,94 Stellen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 20,96 Einheiten oder 0,82 Prozent auf 2.520,64 Punkte.

Neben den Gewinnmitnahmen verwiesen Marktteilnehmer auf die schwachen Konjunkturdaten zur Begründung der Kursverluste. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone hat sich im Februar überraschend eingetrübt, hieß es. Der Index fiel von 50,4 Punkten im Vormonat auf 49,7 Einheiten, gab das Forschungsunternehmen Markit bekannt. Im Vorfeld wurde mit einem leichten Anstieg der Index auf 50,5 Punkte gerechnet, nun liegt dieser jedoch wieder unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern.

Zahlen legten zur Wochenmitte France Telecom und Schneider Electric vor. Die France Telecom kündigte einen sinkenden Cashflow und eine Dividendenkürzung für 2012 an, so Marktteilnehmer. Dennoch legten die Papiere um 2,14 Prozent auf 11,69 Euro zu. Obwohl der Chef des Elektronikkonzerns Schneider Electric die Erwartungen für 2012 gedämpft und weitere Sparmaßnahmen angekündigt hatte, führten die Papiere die Liste der Gewinner des Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 6,98 Prozent auf 51,18 Euro an.

Im Blickpunkt standen zudem BNP Paribas. Die französische Großbank setzt ihren Schrumpfkurs fort und verkauft eine US-Tochter an Wells Fargo. Die viertgrößte US-Bank übernehme Kreditzusagen für die Energiebranche über 9,5 Mrd. Dollar (7,2 Mrd. Euro), teilte BNP mit. Damit fahre die Bank wie geplant das Geschäft in den USA zurück und verbessere leicht die Kernkapitalquote. Die Aktien sackten um 1,79 Prozent auf 36,785 Euro ab.

Indessen verhandelt der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen mit dem US-Konkurrenten und General Motors über eine Kooperation. Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand bestätigte im Sender Europe 1, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" geführt würden. PSA Peugeot Citroen teilte lediglich mit, dass "Projekte für Kooperationen und Allianzen geprüft" würden. Bis Mittag konnten die Papiere ein kräftiges Kursplus von 15,50 Prozent auf 16,62 Euro einfahren.

Einem Pressebericht zufolge denke der weltgrößte Bierkonzern Anheuser-Busch Inbev darüber nach, den tschechischen Brauer StarBev zurückzukaufen. Das Geschäft könnte ein Volumen von bis zu 3 Mrd. US-Dollar (2,27 Mrd. Euro) haben, berichtet das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf Kreise. Anheuser-Busch verloren 0,48 Prozent auf 49,36 Euro.

Mit einer milliardenschweren Übernahme will sich der britisch-niederländische Energiekonzern Shell den Zugriff auf riesige Gasvorkommen in Ostafrika sichern. Dazu bietet das Unternehmen umgerechnet 1,2 Mrd. Euro für die in Mosambik tätige Gesellschaft Cove Energy. Cove werde den Aktionären empfehlen, das Offert anzunehmen, teilte das Unternehmen mit. Shell fielen um 0,69 Prozent auf 27,34 Euro.