Europas Börsen zur Eröffnung etwas fester

Europas Börsen zur Eröffnung etwas fester

Die europäischen Börsen sind am Mittwoch nach den zum Teil deutlichen Vortagesverlusten etwas erholt in den Handel gestartet. Am Markt herrsche vor der Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Nachmittag vor dem US-Kongress eine gewisse Nervosität, hieß es am Markt. Investoren warteten vor allem auf mögliche Andeutungen, ab wann die wichtigsten amerikanischen Zinssätze steigen könnten.

Die anhaltende Euroschwäche belastet laut Börsianern die Rohstoffpreise weiter und sorgte bei den schwer gewichteten Rohstoffaktien für Kursverluste. Im Stoxx-50 gehörten Rio Tinto (-1,21 % auf 3.338 Pence) und BHP Billiton (-1,4 % auf 1.972 Pence) zu den größten Verlierern.

Der Bankensektor fiel ebenfalls zurück, angeführt von den Papieren der beiden spanischen Vertreter Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (-2,81 % auf 9,48 Euro) und Banco Santander (-2,68 % auf 9,23 Euro), die unter einer Abstufung durch Barclays litten. Der spanische Versorger Iberdrola fiel nach Zahlen leicht um 0,14 % auf 5,89 Euro.

Der Medizinkonzern Fresenius (+2,48 % auf 47,14 Euro) hat das abgelaufene Geschäftsjahr ungeachtet der Wirtschaftskrise mit einem deutlichen Gewinnanstieg abgeschlossen und eine Erhöhung der Dividende vorgeschlagen. "Auch während der globalen Wirtschaftskrise haben wir unser Geschäft erfolgreich weiterentwickelt", wird Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider in der Mitteilung zitiert. Der Überschuss kletterte währungsbereinigt um 14 % auf 514 Mio. Euro. Die Dividende soll zum 17. Mal in Folge steigen: Je Stamm- und Vorzugsaktie werde der Hauptversammlung eine Erhöhung um 7 % vorgeschlagen.

Die französische Hotelkette Accor (+3,43 % auf 37,72 Euro) blickt nach einem Verlust 2009 mit gebremster Zuversicht auf das laufende Jahr. Die Belegungsraten in den Hotels hätten sich im Jänner zumindest weiter stabilisiert. In der Wirtschaftskrise waren die Übernachtungszahlen der Gruppe mit den Marken Ibis, Novotel und Mercure zurückgegangen, das hatte auch die Preise unter Druck gesetzt. Operativ verdiente Accor in der Zeit zwischen Jänner und Dezember 448 Mio. Euro. Damit lag der Konzern am oberen Ende der eigenen Prognose und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz sank von 7,72 auf 7,06 Mrd. Euro.