Europas Leitbörsen einheitlich im Plus

Am Vormittag

Europas Leitbörsen einheitlich im Plus

Gute Vorgaben aus USA und Japan stützen - Generali nach Zahlen stark.

Nach einer kleinen Verschnaufpause zur Wochenmitte haben sich die Leitbörsen in Europa am Donnerstag im frühen Handel wieder einheitlich im grünen Bereich präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.15 Uhr um 26,51 Einheiten oder 0,98 Prozent auf 2.731,24 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 8.031,79 Punkten und einem Plus von 60,88 Einheiten oder 0,76 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 22,41 Einheiten oder 0,35 Prozent auf 6.503,91 Zähler.

Gute Konjunkturdaten aus den USA hatten auch die Notierungen in Europa angetrieben, hieß es aus dem Handel. Die am gestrigen Mittwoch veröffentlichten Umsätze der US-Einzelhändler im Februar sind mehr als doppelt so stark gestiegen wie erwartet. Der Dow Jones kletterte im Anschluss zum siebten Mal in Folge auf ein neues Rekordhoch. Gute Vorgaben kamen auch aus Tokio. Dort ist der Nikkei-225 am Donnerstag auf den höchsten Stand seit September 2008 gestiegen.

Gesucht waren im Frühhandel vor allem Bank- und Versicherungswerte. So sprangen Generali mit einem Plus von 5,66 Prozent auf 12,88 Euro an die Spitze im Euro-Stoxx-50. Der Gewinn des italienischen Versicherers ist 2012 wegen hoher Abschreibungen auf Aktienbeteiligungen eingebrochen. Unterm Strich blieben nur noch 90 Mio. Euro übrig, fast 90 Prozent weniger als 2011. Insgesamt schrieb der Konzern zum Jahresende 1,3 Mrd. Euro auf Beteiligungen ab. Mit den Aufräumarbeiten will sich Vorstandschef Mario Greco von Altlasten befreien. Er muss Investoren davon überzeugen, dass Generali wieder ertragsstärker wird. Dazu will er die Kosten senken, sich von Randgeschäften verabschieden und stärker auf Schwellenländer setzen.


 Die Aktien des Branchenkollegen AXA verteuerten sich um 1,75 Prozent auf 14,54 Euro. Unter den Bankwerten waren vor allem französische Werte klar im Plus zu finden. BNP Paribas legten 2,65 Prozent auf 44,88 Euro zu und Societe Generale zogen um 1,75 Prozent auf 30,58 Euro an.

Auch die Papiere des Energiekonzerns Eni legten 1,90 Prozent auf 18,27 Euro zu. Der chinesische Ölkonzern CNPC kündigte an, sich an der Ostafrika-Tochter von Eni zu beteiligen. China stärkt seine Ölversorgung damit weiter mit Macht. Die Chinesen übernehmen einen 28,57-prozentigen Anteil an der Fördergesellschaft und zahlen dafür 4,2 Mrd. US-Dollar.