Europas Leitbörsen legen Verschnaufpause ein

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen legen Verschnaufpause ein

Nach Kursrally der vergangenen Tage

Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwochvormittag eine Verschnaufpause eingelegt. Die Handelstage zuvor hatten die Leitbörsen satte Gewinne eingefahren. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.45 Uhr mit minus 0,26 Prozent oder 9,25 Punkten bei 3.573,91 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,08 Prozent oder 9,48 Zähler auf 12.457,56 Punkte. Tags zuvor hatte der DAX bei 12.482 Punkten seine bisherige Bestmarke erreicht. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,11 Prozent oder 8,16 Einheiten auf 7.267,48 Punkte.

Nach der positiv aufgenommen ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl zum Wochenstart scheinen sich die Anleger wieder etwas bedeckt zu halten. Dabei werden der erwarteten Ankündigung einer Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump schon jetzt Zweifel an der Umsetzung entgegengebracht.

Zudem stagnierte die Stimmung der französischen Verbraucher im April den vierten Monat in Folge auf hohem Niveau. Das Verbrauchervertrauen ist nach wie vor bei 100 Punkten gelegen. Dies war von Ökonomen erwartet worden.

Für mehr Bewegung sorgt die fahrtaufnehmende Berichtssaison. In Paris gewannen die Aktien von Air Liquide um 1,2 Prozent. Der französische Gase-Hersteller hat im ersten Quartal einen kräftigen Umsatzsprung verbucht. Dies geht vor allem auf die Übernahme des US-Konkurrenten Airgas zurück.

Auch in Spanien legten die Aktien von Santander um 0,6 Prozent zu. Die Großbank Santander profitierte im ersten Quartal von einer deutlichen Erholung in Brasilien. Dank eines Gewinnsprungs in dem südamerikanischen Land, dem größten Einzelmarkt der Santander, zog der Gewinn 15 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro an.

Noch deutlicher legten die Titel der Credit Suisse mit plus 2,1 Prozent zu. In der Schweiz zapft die zweitgrößte Schweizer Bank erneut die Anleger an - und das nur weniger als eineinhalb Jahre nach der letzten Kapitalerhöhung. Rund 4 Mrd. Franken (3,7 Mrd. Euro) will sich die Bank am Markt besorgen und damit die Debatte um eine zu dünne Kapitaldecke beenden.

Hingegen notierten die Daimler-Werte knapp im Minusbereich. Nach einem starken Auftakt - die wichtigsten Eckzahlen waren bereits kommuniziert worden - wird nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr geblickt. Der deutsche Autobauer rechnet nun für 2017 mit einem "deutlichen" Plus beim operativen Ergebnis sowie bei Umsatz und Absatz. Bisher waren die Stuttgarter lediglich von einer leichten Steigerung ausgegangen.