Börse Tokio schließt in der Verlustzone

Nikkei-225 mit -1,45%

Börse Tokio schließt in der Verlustzone

Der ungelöste US-Schuldenstrei belastet die Märkte weiterhin.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut in der Verlustzone geschlossen. Der Nikkei-225 Index verringerte sich um 145,84 Punkte oder 1,45 Prozent auf 9.901,35 Zähler. Der Topix Index schloss mit 848,37 Einheiten und einem Abschlag von 10,74 Punkten oder 1,25 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 1.179,14 (Vortag: 1.162,65) Mio. Aktien. 278 Kursgewinnern standen 1.288 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 98 Titel.

US-Schuldenstreit belastet
Am Markt verwies man zur Erklärung für die schwächere Tendenz auf den weiterhin ungelösten US-Schuldenstreit, der am Vorabend auch die Wall Street klar tiefer hatte schließen lassen. Belastet hatten zudem die überraschend zurück gegangenen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA. "Obwohl die japanischen Unternehmen recht gute Zahlen berichten, wird der Markt durch die Situation in den USA dominiert", kommentierte ein Ökonom der Resona Bank in Tokio.

Die Aktien von Japans größter Bank Mitsubishi UFJ Financial verloren 1,49 Prozent auf 397 Yen. Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) gaben 1,38 Prozent auf 286 Yen ab.

Kamerahersteller Nikon im Minus
Für die Titel des Kameraherstellers Nikon, der einen bedeutenden Anteil seines Umsatzes in Europa macht, ging es um 1,57 Prozent auf 1.816 Yen bergab. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Bonitätsbewertung für das hoch verschuldete Griechenland weiter gesenkt, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung hieß. Die Nikon-Aktien litten zudem unter dem gegenüber dem Euro erstarkenden Yen.

Rohstoffhändler Mitsubishi Corp. mit Verlusten
Kursverluste von 1,42 Prozent auf 2.083 Yen mussten die Papiere des größten japanischen Rohstoffhändlers Mitsubishi Corp. verkraften. Dagegen konnten Hitachi Construction Machinery um 3,81 Prozent auf 1.745 Yen zulegen, nachdem der Baumaschinenhersteller seinen Gewinnausblick für das Ende September auslaufende Geschäftshalbjahr mehr als verdoppelt hatte.