Demo gegen die Wall Street / New York

Gerüchte belasten

US-Börsen im Frühhandel schwach

Artikel teilen

Dow Jones fiel um 136,98 Einheiten oder 1,10% auf 12.334,04 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörsen sind am Freitag mit Einbußen in den neuen Handelstag gestartet. Bis 16.20 Uhr ging der Dow Jones Industrial Index um 136,98 Einheiten oder 1,10 Prozent auf 12.334,04 Zähler zurück. Der S&P-500 Index fiel 15,22 Punkte oder 1,17 Prozent auf 1.280,28 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 29,12 Punkte (minus 1,07 Prozent) auf 2.695,58 Einheiten.

Belastend wirkten sich zum Wochenschluss Spekulationen um eine mögliche Herabstufung mehrerer Euro-Länder durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sowie die mit Spannung erwarteten aber mit Enttäuschung aufgenommenen Jahresergebnisse der Investmentbank JPMorgan aus. Von Konjunkturseite gab es indes eine positive Nachricht: Das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima für Jänner hat sich deutlich stärker aufgehellt als im Vorfeld erwartet. Nach einem entsprechenden Vormonatswert von 69,9 Zählern kletterte der Index im laufenden Monat auf 74,0 Punkte, wohingegen mit einem Anstieg auf lediglich 71,5 Punkte gerechnet worden war.

JPMorgan sackten im Frühhandel 3,28 Prozent auf 35,64 Dollar ab, nachdem das Institut am heutigen Freitag die Berichtssaison in der US-Bankenbranche eröffnet hatte. Demnach ging der Gewinn der Investmentbank im vierten Quartal auf Jahressicht um 23 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar zurück, im Gesamtjahr verdiente die Bank mit annähernd 19 Mrd. Dollar (plus neun Prozent) aber so viel wie nie zuvor. Ein Aktienstratege äußerte Unverständnis bezüglich der augenscheinlichen Enttäuschung der Anleger und verwies auf das schwierige operative Umfeld im abgelaufenen Jahr.

Noch größere Verluste als JPMorgan verzeichneten im Dow Jones nur Bank of America, die sich 3,61 Prozent auf 6,55 Dollar abschwächten. Dem "Wall Street Journal" zufolge sei das Institut vor dem Hintergrund seiner milliardenschweren Verluste bereit, sich bei einer weiteren Zuspitzung der Probleme aus Teilen der USA zurück zu ziehen. Über Filialverkäufe könnte die Bank benötigtes Kapital einnehmen und die Kosten senken. Bank of America wird im Laufe der kommenden Woche - wie etwa auch Citigroup (minus 2,50 Prozent auf 30,81 Dollar) und Morgan Stanley (minus 3,03 Prozent auf 16,65 Dollar) - Bericht über die Geschäftsentwicklung 2011 ablegen.

Die recht kurze Gewinnerliste im Dow Jones wurde von Du Pont angeführt, die ein Plus von 0,27 Prozent auf 48,23 Dollar verzeichneten. Ansonsten tendierten im wichtigsten US-Index lediglich noch Caterpillar (plus 0,20 Prozent auf 102,17 Dollar) im grünen Bereich.

Dein oe24 E-Paper
Jetzt NEU auf oe24.at: Mit einem Click zum kompletten E-Paper ▲
OE24 Logo