US-Börsen schließen im Minus

Fed-Politik im Fokus

US-Börsen schließen im Minus

US-Bankenaufsicht verschiebt schärfere Regeln bis 2015.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag etwas tiefer geschlossen. Der Dow Jones gab 52,40 Einheiten oder 0,33 Prozent auf 15.973,13 Zähler ab.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index ermäßigte sich um 5,75 Punkte (minus 0,32 Prozent) auf 1.802,62 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index ging um 8,26 Einheiten oder 0,20 Prozent auf 4.060,49 Zähler zurück.

Wesentliche Konjunkturnachrichten waren dabei am Berichtstag Mangelware. Börsianer werteten unter den Expertenerwartungen ausgefallene Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion als belastend. Das bestimmende Thema bleibt an der Wall Street unterdessen die drohende Drosselung der massiven Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed.

Bereits bei der Fed-Sitzung kommende Woche (18. Dezember) könne eine Reduzierung der aktuell 85 Mrd. Dollar schweren Anleihekäufe ab Dezember angekündigt werden, mutmaßten Marktbeobachter. Einige Investoren dürften im Vorfeld der Notenbanksitzung sicherheitshalber Gewinne realisieren und vorerst abwarten, hieß es weiter.

Unter den Einzelwerten im Dow Jones setzten sich Goldman Sachs mit plus 1,23 Prozent auf 169,73 Dollar an die Spitze der Kurstafel. Auch die Titel des Branchenkollegen JPMorgan rangierten mit plus 0,34 Prozent unter den lediglich sieben Kursgewinnern. Wie aus einem heute veröffentlichten Dokument der US-Bankenaufsichtsbehörden zur sogenannten "Volcker-Regel" hervorgeht, müssen die Geldhäuser erst ab Mitte 2015 ihren Eigenhandel eingrenzen. Bisher war die Umsetzung für Juli 2014 vorgesehen, das Gesetz soll den Wertpapierhandel der US-Banken strenger regulieren.

Im technologielastigen Nasdaq-Index präsentierten sich Twitter sehr fest, sie kletterten um 5,80 Prozent auf 51,99 Dollar. Insgesamt verteuerten sich die Aktien des Online-Kurzmitteilungsdienstes im Dezember bisher um 25 Prozent. Hingegen schwächelten Starbucks mit minus 2,95 Prozent. Laut Bloomberg warnte ein Analyst von ITG Investment Research, dass der Kaffeehauskette im ersten Quartal bei den Umsätzen ein schwächelndes Wachstum drohe.

Bei der Opel-Mutter General Motors (GM) übernimmt 2014 zum ersten Mal eine Frau das Steuer. Die bisherige Chefin der Produktentwicklung, Mary Barra, wird Nachfolgerin von Dan Akerson an der Konzernspitze. Zudem haben die USA nun, mehr als vier Jahre nach der staatlichen Rettungsaktion, ihre letzten Anteile an dem Autobauer verkauft. Insgesamt kostete die Rettung der mehr als 200.000 GM-Jobs die USA rund 10 Mrd. Dollar (7,3 Mrd. Euro). GM-Titel büßten 1,22 Prozent auf 40,40 Dollar ein.