US-Börsen schwächer erwartet

US-Börsen schwächer erwartet

Durchwachsene Unternehmenszahlen belasten den Ausblick. 14.50 Uhr: Dow - 0,33 %. Nasdaq - 0,60 %.

Den US-Börsen droht am Donnerstag ein schwächerer Handelsstart. Im Fokus steht eine ganze Flut insgesamt durchwachsener Unternehmenszahlen, mit denen sich das Bild einer anfangs sehr freundlichen Berichtssaison zunehmend eintrübt. Uneinheitliche Signale gibt es auch von der Konjunkturfront: Während die Erzeugerpreise im März stärker als erwartet gestiegen sind, sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche in etwa wie erwartet. Nach dem Handelsstart werden noch Daten zum US-Immobilienmarkt erwartet.

Gegen 14.50 Uhr stand der Future auf den Dow Jones (DJIA) 0,33 % tiefer. Am Vortag hatte der US-Leitindex noch knappe 0,07 % höher bei 11.124,92 Punkten geschlossen. Der Nasdaq-100-Future verlor 0,60 %, nachdem der Auswahlindex für Technologiewerte am Mittwoch um 0,54 % auf 2.034,53 Punkte vorgerückt war.

Aktien des Online-Marktplatzes Ebay reagierten schon vorbörslich mit deutlichen Verlusten auf die Zahlenvorlage. Die Börsianer hätten sich vor allem einen besseren Ausblick gewünscht, nachdem die Wirtschaft wieder etwas angesprungen ist. Auch Anteilsscheine von Verizon Communications standen unter Druck, nachdem der Telekomkonzern auch im ersten Quartal trotz wachsender Umsätze weniger verdient hatte als im Vorjahr.

Der Tabakkonzern Philip Morris International (PMI) verfehlte trotz eines gestiegenen Gewinns die Markterwartungen leicht, was die Aktien schon vor dem Handelsstart belastete. Die Kaffeehauskette Starbucks dagegen steigerte ihren Umsatz und konnte den Gewinn fast verzehnfachen, was die Aktien antrieb. Uneinheitlich fiel die Entwicklung beim Softdrink-Hersteller PepsiCo aus: Während die Umsätze enttäuschten, fiel der Gewinn besser als erwartet aus.

Beim Biotechnologiekonzern Amgen sorgten teilweise enttäuschende Quartalszahlen zusammen mit vorsichtigeren Zukunftsaussagen für vorbörsliche Verluste. Der Industriegasehersteller und Linde-Konkurrent Air Products & Chemicals konnte hingegen mit seiner Gewinnentwicklung positiv überraschen.