US-Börsen starten knapp behauptet

Eröffnung

US-Börsen starten knapp behauptet

Dow Jones fiel um 12,74 Einheiten oder 0,08% auf 15.471,52 Zähler.

Die US-Börsen haben am Dienstag kurz nach Handelsbeginn knapp behauptet tendiert. Gegen 15.50 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um moderate 12,74 Einheiten oder 0,08 Prozent auf 15.471,52 Zähler. Der S&P-500 Index verlor leicht um 2,75 Punkte oder 0,16 Prozent auf 1.679,75 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich um 1,70 Punkte oder 0,05 Prozent auf 3.605,79 Einheiten.

Für wenig Impulse sorgte die US-Industrieproduktion, die im Juni wie erwartet gestiegen ist. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 0,3 Prozent geklettert, teilte die US-Notenbank mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Im Vormonat hatte die Produktion noch stagniert.

Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie stieg im Juni überraschend etwas an. Sie kletterte von revidiert 77,7 (zunächst 77,6) Prozent im Vormonat auf 77,8 Prozent im Juni. Erwartet wurde eine unveränderte Auslastung von 77,7 Prozent.

Außerdem hat sich in den USA der Preisauftrieb überraschend stark beschleunigt. Die Jahresinflationsrate stieg im Juni von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,8 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur einen Anstieg auf 1,6 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 0,5 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Lebensmittel) lag im Jahresvergleich bei 1,6 Prozent.

Die Anleger dürften sich, ähnlich wie auf den europäischen Leitbörsen, heute etwas ruhiger verhalten. Nun rücke zunehmend die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus am Mittwoch in den Blick, sagte ein Börsianer. Daher erwartet er auch morgen noch eine größere Zurückhaltung der Anleger am Aktienmarkt.

Gemischte Reaktionen verursachten am heutigen Dienstag veröffentlichte Unternehmenszahlen. So hat etwa Goldman Sachs dank klarer Zuwächse im Investmentbanking im zweiten Quartal 2013 prächtig verdient. Der Überschuss verdoppelte sich auf 1,86 Mrd. Dollar. Damit wurden die Analystenerwartungen klar übertroffen. Goldman-Aktien stiegen daraufhin kurz nach Handelsstart mit plus 0,30 Prozent auf 163,39 Dollar.

Dem US-Getränkekonzern Coca-Cola hingegen haben das ungewöhnlich nasskalte Wetter im Frühjahr aber auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Teilen der Welt das Geschäft im zweiten Quartal erschwert. Der Getränkeabsatz sei schwächer als erwartet ausgefallen, teilte das Unternehmen mit. Dennoch schaffte Coca-Cola beim Gewinn je Aktie eine Punktlandung. Zu Beginn des US-Handelstages verloren die Papiere 2,46 Prozent und standen bei 40 Dollar.

Der US-Konsumgüter und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson hat ebenfalls bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt und blickt nun etwas optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Wie der Konzern mitteilte, legte der Umsatz im zweiten Quartal um 8,5 Prozent auf 17,88 Milliarden US-Dollar zu. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,48 Dollar übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten im zweiten Quartal klar. Belohnt wurde dies zu Handelsstart mit einem Plus von 0,90 Prozent und einem Kurs von 91,25 Dollar.

Nach Börsenschluss am Dienstag will zudem noch der Internet-Pionier Yahoo Zahlen vorlegen. Dann dürfte sich ansatzweise abzeichnen, ob der Umbau des Konzerns unter Chefin Marissa Meyer langsam Früchte trägt. Die Aktien wurden inzwischen mit einem leichten Minus von 0,07 Prozent bei 27,32 Dollar gehandelt.