Wiener Börse eröffnet etwas tiefer

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Wiener Börse eröffnet etwas tiefer

Zahlen aus der Immobilienbranche und von Porr im Fokus.

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Frühhandel mit etwas tieferer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.170,81 Punkten nach 3.184,45 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 13,64 Punkten bzw. 0,43 Prozent.

Auch das europäische Umfeld zeigte sich schwächer. Aus Übersee kamen keine klaren Vorgaben, da die Wall Street am Montag geschlossen blieb und auch die Märkte in Asien sich aufgrund der Börsenfeiertage in Hongkong und an den Festlandbörsen Chinas im Feiertagsmodus befinden, hieß es von Markt.

Inflationsdaten aus Spanien fielen schwach aus. Die harmonisierten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, Analysten hatten eine Inflationsrate von 2,1 Prozent erwartet.

In Wien setzte sich die Berichtssaison mit Zahlen aus der Immobilienbranche fort. Den Anfang machte bereits am Montagabend die Immofinanz. Der Konzern hat im ersten Quartal einen Konzerngewinn von 80,7 Mio. Euro erzielt. Im Vergleichszeitraum stand unterm Strich noch ein Verlust von 240,7 Mio. Euro zu Buche. Die Aktien notierten um 0,63 Prozent höher bei 2,08 Euro.

Auch die Papiere der s Immo zogen nach Zahlen um 0,52 Prozent auf 12,60 Euro an. Die Immobilienfirma hat im ersten Jahresviertel stabile Mieteinnahmen erzielt und die operativen Kennzahlen fast auf Vorjahresniveau gehalten. Der Quartalsgewinn sank - wie erwartet nach dem Rekordjahr 2016 - auf 16,2 (27,6) Mio. Euro.

Der Immobilienentwickler Warimpex schreibt indessen wieder schwarze Zahlen. Durch höhere Hotel- und Büroumsätze und eine positive Wechselkursentwicklung hat das Unternehmen im ersten Quartal einen Nettogewinn von 4,7 Mio. Euro erzielt, nach noch 0,5 Mio. Euro Verlust ein Jahr davor. Warimpex-Papiere gaben minimale 0,08 Prozent auf 1,31 Euro ab.

Abseits der Immobilienbranche legte auch Porr Erstquartalszahlen vor. Der Baukonzern hat im ersten Quartal besonders viele Aufträge an Land gezogen und die Produktionsleistung gesteigert, mit dem Geschäft aber vorerst mehr Verlust gemacht als in der Vorjahresperiode. Der Verlust vor Steuern (EBT) weitete sich um 10,2 Prozent auf 11 Mio. Euro aus. Die Aktien reagierten mit einem klaren Minus von 3,14 Prozent auf 30,27 Euro.

In der Verlustzone waren auch Raiffeisen-Aktien mit minus 0,35 Prozent auf 24,00 Euro zu finden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf "eine mit der Sache vertraute Person" berichtete, reisen Raiffeisen-Spitzenmanager heute nach Warschau, um die polnische Finanzmarktaufsicht zu überzeugen, die Frist für den Börsengang ihrer Polen-Tochter zu verlängern.

Der ATX Prime notierte bei 1.595,37 Zählern und damit um 0,44 Prozent oder 7,07 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich elf Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und drei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 959.260 (Vortag: 753.822) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 11,85 (9,05) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.