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Wiener Börse schließt etwas höher

Leichte Kursgewinne nach guten US-Daten, ATX gewinnt 0,27 Prozent.

Die Wiener Börse hat am Dienstag etwas höher geschlossen. Der ATX stieg um 7,68 Punkte oder 0,27 Prozent auf 2.806,80 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,33 Prozent, DAX/Frankfurt +1,25 Prozent, FTSE/London +0,68 Prozent und CAC-40/Paris +0,52 Prozent.

Über weite Strecken des Handelstags kam der heimische Leitindex nicht recht in die Gänge. Im Späthandel verliehen ihm allerdings unerwartet starke Daten zum US-Verbrauchervertrauen noch leichten Auftrieb. Nachdem der vom Forschungsinstitut Conference Board erhobene Index eine überraschende und sehr deutliche Aufhellung der Verbraucherstimmung anzeigte, drehten die US-Börsen ins Plus. In weiterer Folge legte auch der ATX noch etwas zu.

Der Leitindex erholte sich damit leicht von seinen Vortagesverlusten. Zu Wochenbeginn hatte vor allem das Scheitern der von US-Präsident Donald Trump forcierten Gesundheitsreform für Unsicherheit an den Aktienmärkten gesorgt. Dass Trump die Reform nicht durch den Kongress brachte, würde Sorgen schüren, dass es auch bei seiner angekündigten Steuerreform zu Problemen bei der Umsetzung kommen könnte, hieß es von Marktbeobachtern.

Bei den Einzelwerten führten Schoeller-Bleckmann (plus 3,52 Prozent auf 63,24 Euro) und Lenzing (plus 3,18 Prozent auf 164,00 Euro) den heimischen Leitindex an. Daneben notierten auch RHI (plus 2,22 Prozent auf 22,82 Euro) und Wienerberger (plus 2,22 Prozent auf 19,61 Euro) im ATX-Spitzenfeld.

Etwas schwächer tendierten hingegen Andritz mit einem Minus von 0,27 Prozent auf 49,52 Euro. Die Aktionäre des steirischen Maschinenbauers haben auf der Hauptversammlung erwartungsgemäß die Anhebung der Dividende von 1,35 Euro im Vorjahr auf nun 1,50 Euro beschlossen.

Nach anfänglichen Kursgewinnen knapp im Minus notierten Vienna Insurance, die um 0,16 Prozent auf 22,53 Euro nachgaben. Die Analysten der Deutsche Bank haben ihr Kursziel für die Titel des Versicherers von 25,00 auf 24,00 Euro gesenkt und die Anlageempfehlung "Hold" bestätigt. Sie bemängelten vor allem den Ausblick für die kommenden Jahre, da dieser ein nur geringes Gewinnwachstum impliziere.

Daneben notierten Rosenbauer nach Zahlenvorlage um 0,25 Prozent tiefer bei 56,22 Euro. Der Feuerwehrausrüster kürzt nach einem leichten Ergebnisrückgang 2016 die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr von 1,50 auf 1,20 Euro je Aktie. Die Erlöse stiegen 2016 zwar von 865,4 auf 870,8 Mio. Euro, das Periodenergebnis sank jedoch von 36,8 Mio. Euro auf 34,6 Mio. Euro.