Frankreichs Defizit um 3 Mrd. Euro gestiegen

Das französische Budgetdefizit hat Ende Mai 72,6 Mrd. Euro erreicht, gegenüber nur 69,6 Mrd. Euro im Vorjahr. Dies gab das Pariser Finanzministerium in einer Aussendung bekannt und betonte weiter, dass der Unterschied auf Sondereinnahmen im Vorjahr von 2,6 Mrd. Euro durch die Vergabe der Mobiltelefon-Lizenzen für die 4G-Generation zurückzuführen sei. Überdies habe Frankreich mit 1,6 Mrd. Euro zu einer Kapitalanhebung der Europäischen Investitionsbank und mit 3,3 Mrd. Euro zum europäischen Stabilitätsmechanismus beigetragen.

Die Zunahme des Defizits ist nach den Angaben aber auch darauf zurückzuführen, dass die Steuereinnahmen langsamer als vorhergesehen zugenommen hätten. Insgesamt erreichten die Einnahmen bis Ende Mai 117,6 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 5,8 Prozent entspricht. Die Mehrwertsteuereinnahmen stiegen um 1,5 Prozent auf 56,4 Mrd. Euro. Die Einnahmen durch die Einkommenssteuer wuchsen um 14,6 Prozent, jene durch die Gesellschaftssteuern um 32,3 Prozent, so die Aussendung. Dagegen sanken die Einnahmen durch Steuern auf den Energiekonsum um minus 2,9 Prozent.

In der selben Zeitspanne stiegen die Budgetausgaben um 6,2 Prozent auf 169,4 Mrd. Euro. Die Personalausgaben des Staates stiegen in Bezug auf die Vorjahresperiode um 2,4 Prozent, die Investitionsausgaben um 5,6 Prozent.

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