Börse Tokio schließt im Plus

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Börse Tokio schließt im Plus

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag wieder im Plus geschlossen.

Gestützt wurde der Handel vom Yen, der sich vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) etwas abschwächte.

Der Nikkei-225 Index gewann 210,15 Punkte oder 1,26 Prozent auf 16.852,35 Zähler. Der Topix Index stieg um 19,84 Punkte oder 1,49 Prozent auf 1.352,17 Einheiten. 1.644 Kursgewinnern standen 186 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 64 Titel.

Auch in Japan blickten die Anleger auf die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstagnachmittag. Im Vorfeld hat sich der zuletzt starke Yen gegenüber dem Euro wieder etwas abgeschwächt. "Der schwächere Yen ist positiv. Die negative Stimmung am Markt ist vorbei", sagte der Manager eines japanischen Vermögensverwalters gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Marktbeobachter erwarten einhellig, dass die EZB ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Unklar ist jedoch, in welchem Ausmaß dies geschieht. Dass Banken künftig noch mehr Zinsen zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei der Notenbank parken, gilt als fix. Im Raum steht jedoch auch eine Ausweitung der laufenden milliardenschweren Anleihekäufe. Dass sich der Yen zum Euro trotzdem abschwächte, könnte ein Indiz dafür sein, dass die Anleger anzweifeln, dass die EZB die Erwartungen am Markt erfüllen wird.

Bei den Einzelwerten schlossen Nippon Paper mit einem Plus von 6,70 Prozent an der Spitze des Nikkei-225. Die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse haben die Aktie hochgestuft.

Hingegen rutschten die Titel des Versorgers Kansai Electric Power um fast 15 Prozent ab. Es war der größte Tagesverlust der Aktie seit 1987. Ein Gericht hat zwei Atomreaktoren des Unternehmens in Takahama im Westen Japans aus Sicherheitsgründen schließen lassen.

Im Branchenvergleich gehörten Aktien der exportorientierten Autohersteller zu den größten Gewinnern. Suzuki legten um satte 5,69 Prozent zu, Mazda stiegen um 4,39 Prozent und Toyota gewannen 2,98 Prozent. Sie profitierten von der erwähnten Abschwächung des Yen, da diese ihre Produkte am Weltmarkt verbilligt.