Börsengang in China löst Ansturm aus

Der erste Börsengang in China seit zehn Monaten hat einen Ansturm auf die Aktien des Arzneimittelherstellers Guilin Sanjin ausgelöst. Die Tranche für Privatinvestoren sei 584-fach überzeichnet, teilte Konsortialführer China Merchants Securities am 30. Juni mit. Guilin will mit dem Börsendebüt, das für Mitte Juli erwartet wird, 910 Mrd. Yuan (94,3 Mrd. Euro) einnehmen.

Bei der Tranche für die professionellen Investoren ergab sich eine 165-fache Überzeichnung. Die chinesische Regierung hatte Ende Mai überraschend verkündet, nach einer fast einjährigen Pause Neuemissionen wieder zuzulassen. Auslöser für das IPO-Verbot war der 65-prozentige Kurseinbruch im vergangenen Jahr im Zuge der Finanzkrise. Experten zufolge könnten die IPOs den chinesischen Markt in diesem Jahr mit Aktien im Wert von umgerechnet mindestens elf Mrd. Euro überfluten. Mehr als 30 Unternehmen haben bereits die Zustimmung der China Securities Regulatory Commission für ihre Börsen-Pläne erhalten.