Donau Versicherung verdiente 2009 mehr

Die zum Konzern der Vienna Insurance Group (VIG) gehörende Donau Versicherung konnte 2009 ihre Ergebnisse steigern und im Auto-Geschäft und der Lebensversicherung den Gesamtmarkt outperformen. Im ebenfalls schwachen Assekuranzjahr 2010 will die Donau in diesen beiden Sparten und auch in Nicht-Kfz wachsen, erklärte Generaldirektor Franz Kosyna.

Im 1. Quartal sei man genau im Plan gelegen. Schon Anfang Mai startet die Donau mit eigenen Krankenversicherungen, bisher hat sie hier für ihre Mutter VIG akquiriert. In der Zukunftsvorsorge lockt man mit einer Verdopplung der staatlichen Förderung und einer Rückversicherung, die "Ausstoppungen" wie bei anderen Anbietern auch in Krisen verhindern soll. Wegen der Finanzkrise musste die Donau nur einen einstelligen Millionenbetrag abschreiben, sagte Kosyna.

2009 schrumpften die verrechneten Prämieneinnahmen der Donau nur um 0,1 % auf 683,6 Mio. Euro. Dabei konnte man in Schaden/Unfall um 1,4 % auf 484,8 Mio. Euro zulegen. Auf dem branchenweit um 1,2 % rückläufigen Automarkt büßte die Donau 0,5 % auf 219,5 Mio. Euro ein. Hier rangiert die Versicherung an fünfter Stelle bei 8,6 % Marktanteil, etwas besser als die Donau gesamt.

2010 will man in Kfz um 1,0 % auf 222 Mio. Euro wachsen (obwohl der Verband der Sparte 3 % Minus vorhersagt), und in Nicht-Kfz möchte die Donau 5,2 % auf 279 Mio. Euro zulegen, in S/U insgesamt +3,3 % auf 501 Mio. Euro. Stark zulegt haben 2009 die Zahlungen für Versicherungsfälle: in Schaden/Unfall gesamt um 10,6 % auf 348,9 Mio. Euro, dabei in Nicht-Kfz wegen Katastrophen-, Feuer- und Leitungswasser-Schäden um 10,5 % auf 186,3 Mio., in Auto wegen höherer Kasko- und Sturmschäden um 10,7 % auf 162,6 Mio. Euro.

Trotz der hohen Sachschäden verschlechterte sich die Combined Ratio (gemäß UGB, nach Rückversicherung) lediglich auf 95,7 (95,4) %. Den Kostensatz bezifferte Kosyna mit 28 %. Das EGT erhöhte sich deutlich um 37,7 % auf 54,1 (39,3) Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug 50,6 (27,9) Mio. Euro, der Jahresgewinn 51,5 (27,8) Mio. Euro und der Bilanzgewinn 53,7 (32,3) Mio. Euro. Davon werden 25 Mio. Euro als Dividende ausgeschüttet und 28,7 Mio. Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

In der Lebensversicherung kletterten die Auszahlungen um 42,9 % auf 220 Mio. Euro, fast ausschließlich aufgrund abreifender Verträge bei Einmalerlägen und klassischen Polizzen. Allerdings hätten auch die Rückkäufe 2009 zweistellig zugelegt, heuer seien diese vorzeitigen Auszahlungen im ersten Quartal aber auch schon wieder zweistellig gesunken.
Die Einnahmen in Leben sanken 2009 um 3,4 % auf 198,8 Mio. Euro; dabei stagnierten sie bei der Donau bei Verträgen mit laufender Prämie bei 167,9 Mio. (+0,4 %) - der Gesamtmarkt verzeichnete 1,8 % Minus -, die Einmalerläge brachen aber um 19,7 % auf 30,9 Mio. Euro ein.

Bei der Zukunftsvorsorge, die bei der Donau "BonusPension" heißt, verdoppelt die VIG-Tochter die staatliche Förderung um weitere 9 %, laut Kosyna ohne zeitliche Befristung. Angeboten wird die gesetzlich vorgeschriebene neue Lebenszyklus-Variante mit einer über das Lebensalter sinkenden Aktienquote, doch sollen Kunden auf eigenen Wunsch auch bei stabil hoher Aktienveranlagung bleiben können.

Heuer 3.000 Kunden bei Krankenversicherung angepeilt

Beim Neu-Start in der Krankenversicherung peilt die Donau heuer 3.000 Kunden und mehr als 1 Mio. Euro Prämie an. In einem Volljahr könnten es schon 4.500 bis 5.000 Polizzen sein, sagte Kosyna, doch werde es noch Jahre dauern, bis das früher für die VIG aufgebrachte Volumen erreicht ist, mit dem man unter den Spartenanbietern auf Rang 6 gelegen ist. In der Einführungsphase sind drei Monatsprämien gratis.

Durch die Finanzkrise musste die Donau in der Bilanz insgesamt 8 Mio. Euro abschreiben, laut Kosyna etwas weniger als ein halbes Prozent der Kapitalanlagen, die im Vorjahr um 0,5 % auf 2,467 Mrd. Euro zulegten. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen wuchsen um 2,5 % auf 110,9 Mio. Euro. Von den 1,834 Mrd. Euro an Wertpapieren, die 74 % der gesamten Kapitalanlagen ausmachen, entfielen u.a. 1,379 Mrd. Euro auf festverzinsliche Wertpapiere und nur 58,6 Mio. Euro oder 3,2 % auf Aktien.

Der Mitarbeiterstand der Donau lag Ende 2009 bei 1.360, um 18 weniger als ein Jahr davor. Im Vertrieb sank die Zahl um 9 auf 783, doch will man den Vertrieb ausbauen, wurde angekündigt. In der Verwaltung verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 12 auf 530.